Ortsrat will Zustand der Bahnhofstraße zum Thema machen

Syke: Neuer Anlauf fürs Eingangstor

Schön ist anders: Der Zustand der Bahnhofstraße ist Syker Politikern ein Dorn im Auge. - Foto: Jantje Ehlers

Syke - Von Frank Jaursch. Peter Jahnke hat sich einiges vorgenommen. „Es soll sich was ändern in Syke“, hat der neue Syker Ortsbürgermeister (SPD) für seine Amtszeit angekündigt. Und so fand sich auf der Tagesordnung der Ortsratssitzung am Dienstagabend auch ein seit vielen Jahren ungeliebtes Kind wieder: der Zustand der Bahnhofstraße.

Holpriges, lückenhaftes Kopfsteinpflaster, ein kleiner, halb asphaltierter Abschnitt, ein Fußweg mit sichtbaren Schäden: Die Straße, auf der sich die Menschen auf den Weg vom Bahnhof in die Innenstadt machen, ist von einer eher spröden Schönheit. „So was kennt man eigentlich sonst nur, wenn man sich in Osteuropa aufhält“, umschrieb es Florian Kastner (FWG).

Hein Sievers von der Stadtverwaltung ist ein Syker Kind. Er selbst sei als Kind schon auf dem „ekligen Kopfsteinpflaster“ gefahren, erinnerte er sich. Ein Teilbereich nahe der Nordstraße präsentiert sich nach notwendig gewordenen Kanalisationsarbeiten aktuell in asphaltiertem Zustand – diese Mischung trägt nicht eben zur Steigerung der Attraktivität bei. „Scheußlich sieht das aus“, fand Ulf Walek (Grüne) – untragbar für eine Straße, die „das Eingangstor zur Innenstadt“ sei.

Im Straßenkataster hat die Bahnhofstraße die Zustandsklasse 5 (auf einer Skala von 1 bis 8) verpasst bekommen. Auf der Bearbeitungsliste der Stadt, so Sievers, liege die Straße auf Platz 47. Von der Erneuerung der Beleuchtung abgesehen, seien daher keine straßenbaulichen Maßnahmen geplant.

Asphalt-Streifen für Fahrradfahrer?

Aber: „Der Rat ist der Entscheider.“ Heißt: Die Verwaltung müsste von der Politik einen Auftrag bekommen, um aktiv zu werden. Genau da will der aktuelle Ortsrat einhaken: Peter Jahnke und Florian Kastner kündigten an, in ihren Fraktionen zu werben, um im Stadtrat eine Mehrheit für eine Verbesserung zu erreichen. „Wir müssen als Ortsrat gemeinsam dem Rat das Thema vortragen“, schlug Kastner vor.

Wie diese Verbesserung letztlich konkret aussehen soll, ist indes noch nicht ganz klar. Jahnke regte an, das als Provisorium angelegte Asphalt-Stück zurückzubauen und stattdessen wieder komplett Kopfsteinpflaster einzubauen. Die alten Pflastersteine, so sein Kenntnisstand, würden ohnehin noch auf dem Bauhof der Stadt herumliegen. „Das Kopfsteinpflaster muss in Ordnung sein“, appellierte Walek.

Ein anderer Vorschlag sah vor, einen schmalen Asphaltstreifen auf der gesamten Länge der Straße einzurichten, der dann von Fahrradfahrern genutzt werden könnte. Die nutzten derzeit vermehrt den Fußweg, um die Gefahr eines Sturzes zu minimieren.

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