Eine der ersten

Syker Ordnungsamtsleiterin Freya Söchtig meistert Lehrgang zur Mobilitätsmanagerin

Freya Söchtig (rechts) gehört zu den ersten Mobilitätsmanagern in Niedersachsen. Hier erhält sie von Susanne Haack, der Geschäftsführerin der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG), ihre Urkunde.
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Freya Söchtig (rechts) gehört zu den ersten Mobilitätsmanagern in Niedersachsen. Hier erhält sie von Susanne Haack, der Geschäftsführerin der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG), ihre Urkunde.

Freya Söchtig gehört zu den ersten Mobilitätsmanagern in Niedersachsen. Die kommissarische Fachbereichsleiterin Verkehr im Syker Rathaus hat erfolgreich einen entsprechenden Lehrgang bei der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) Niedersachsen abgeschlossen und gehört damit zu den noch ganz wenigen Spezialisten in diesem Bereich.

Syke – Über neun Module, verteilt auf sechs Monate, erstreckte sich der Lehrgang. Wegen der Pandemie lief er komplett online. „Es war sehr umfangreich“, sagt Freya Söchtig.

Und was hat sie dabei gelernt? – Da weiß sie gar nicht, wo sie anfangen soll. Nach einmal durchatmen und sich sortieren zählt sie auf: Professoren von der Uni haben über strategische Verkehrsplanung doziert. Darüber hinaus „haben wir gehört, wie andere Städte ihre Parkprobleme gelöst haben, wie man Prozesse steuern kann – zum Beispiel Bürgerbeteiligungen – und wir haben ganz viel Handwerkszeugs mitbekommen.“

Mut haben, Dinge auszuprobieren

Für sich persönlich sagt sie: „Das Wichtigste, das ich mitgenommen habe: Dass man Mut haben muss, Dinge einfach auszuprobieren. Man muss auch nicht immer den großen Wurf landen, sondern kann oft auch mit einfachen Sachen schon viel erreichen.“

Mehr als diese rein fachlich-sachlich-inhaltliche Ebene zählt für Freya Söchtig aber die Idee, die hinter dem gesamten Projekt steht: „Dass wir uns ein Netzwerk schaffen, auf dem wir uns untereinander austauschen können. Wir kommen aus unterschiedlichen Kommunen, die alle unterschiedliche Probleme haben. Aber das Thema ist immer dasselbe. Für mich ist das ein absoluter Gewinn. Ich habe das Thema Verkehr ja bisher alleine beackert.“

Kollegen profitieren voneinander

Das mit dem Austausch funktioniert augenscheinlich nicht nur in der Theorie: Jetzt, zum Abschluss des Lehrgangs, haben sich die Teilnehmer das erste Mal im richtigen Leben getroffen. „Wir haben uns ausgetauscht als ob wir uns schon ewig kennen würden“, sagt Freya Söchtig und erwähnt dabei speziell ihre Kollegen aus Osnabrück und Neustadt am Rübenberge. „Wir profitieren unglaublich voneinander.“

Das Konzept der Mobilitätsmanager ist nicht neu. „In Nordrhein-Westfalen gibt es das schon seit sieben Jahren“, weiß Freya Söchtig. „Für Niedersachsen war das jetzt der erste Lehrgang. Und es werden hoffentlich noch weitere folgen“, sagt sie. Ihr Gedanke dahinter: Je größer das Netzwerk, desto mehr hätten alle davon.

Bessere Rahmenbedingungen schaffen

Im Syker Rathaus ist man sehr angetan: „Wir sind beeindruckt von den Anregungen, die Frau Söchtig mitbringt“, sagt Bürgermeisterin Suse Laue. „Wir planen in den kommenden Jahren Verbesserungen für den Fußgänger- und Radverkehr, aber auch für die Mobilität in den ländlichen Bereichen. Deshalb ist uns besonders wichtig, dass Freya Söchtig den Lehrgang absolviert hat.“

Mobilitätsmanagement habe das Ziel, Verkehrsfragen über alle Fachbereiche einer Kommune gemeinsam zu denken, sagt LNVG-Geschäftsführerin Susanne Haack. Verkehrswende und Klimaschutz seien mehr als nur Schlagworte und stünden bei jeder Kommune auf der Tagesordnung. Dabei gehe es um besseren Nahverkehr und bessere Rahmenbedingungen für Radfahrer und Fußgänger. Denn unabhängig vom Wohnort würden immer mehr Bürger Angebote erwarten, um auch ohne eigenes Auto vor Ort unterwegs sein zu können.

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