31. Eintrag ins Strafregister

Einbruch in Förderschule: Syker muss mehr als drei Jahre in Haft

Syke - Von Dieter Niederheide. Drei Jahre und zwei Monate Gefängnis hat das Schöffengericht des Amtsgericht Syke gegen einen aus der Haftanstalt vorgeführten Syker wegen schweren Diebstahls verhängt. Einbezogen wurden Verurteilungen zu längeren Freiheitsstrafen, die von Strafgerichten in Syke und Bremen ausgesprochen worden waren.

Das Schöffengericht ging bei der Straffindung von verminderter Schuldfähigkeit aus, weil der Syker schon über Jahre drogenkrank ist und die jetzt 31 Einträge im Strafregister vornehmlich in Verbindung mit der Drogenabhängigkeit stehen. Mit dem Urteil ging das Gericht dabei noch über den Antrag des Oberstaatsanwalts hinaus, der drei Jahre Gefängnis beantragt hatte.

Richter „haben zu oft weggeguckt“

Sowohl der Anklagevertreter als auch der Vorsitzende Richter des Gerichts stellten fest, dass bei dem Syker schon zu oft „weggeguckt“ worden sei, sprich: Strafverfahren eingestellt wurden. Seit Jahren, so der Oberstaatsanwalt, sei der Syker „Kunde“ bei der Justiz und Polizei. Es sei durch die von dem Mann verübten Straftaten bereits ein sehr hoher Schaden angerichtet worden.

Im Strafprozess ging es um einen Einbruch, den der Mann im vorigen Jahr verübt hatte. Er beschädigte das Oberlicht der Förderschule in Syke und stieg ins Gebäude ein. Der Einbrecher gelangte ins Innere und erbeutete ein Laptop im Wert von 750 Euro. Die Beute machte er zu Geld, um davon Drogen zu erwerben.

Der Angeklagte räumte die ihm vorgeworfene Tat ein. Er sitzt seit März in der Haftanstalt – und wird dort vorerst auch nicht herauskommen. Seine Verteidigerin wies in ihrem Plädoyer auf das Geständnis des Mandanten und sein, von sich aus, angestrebtes Bemühen hin, per Therapie von den Drogen loszukommen.

Der Mann mache aus seinem bisherigen Leben keinen Hehl, sagte sie. Es falle ihm schwer, umzusetzen, was er möchte. Inzwischen hat er einen Therapieplatz und wartet auf eine Zusage. Oberstaatsanwalt und Verurteilter akzeptierten das Urteil, das damit rechtskräftig wurde.

Rubriklistenbild: © dpa

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