Das Lachen ist zurück

Syker Landfrauen glauben an ihr Programm – und an eine Zeit nach Corona

Der Vorstand der Landfrauen Syke
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Fotografentermin für den Vorstand der Landfrauen Syke. Die Location – eine alte Dampflok – kann durchaus als symbolisch verstanden werden. Gemeinsam wollen sie mit Volldampf in künftige Aufgaben gehen. Hinten v.l. Birgit Thalmann, Sandra Landsberg, Heike Röpke, Ilse Müller, Anja Duveneck und Carmen Schumacher. Vorn v.l. Silke Lammers, Anja Petermann und Petra Hüneke.

Wenn die Kernkompetenz eines Vereins die Geselligkeit ist, dann trifft Corona ihn besonders hart. Die vergangenen anderthalb Jahre waren keine leichte Zeit für den Landfrauenverein Syke. Aber der Vorstand hat die Zeit gemeinsam überstanden und möchte jetzt wieder durchstarten.

Syke – Durchhalten! Es kommen schon wieder irgendwann bessere Zeiten. Das sagt sich so leicht. Aber wenn man über Monate und Monate immer wieder plant und macht und tut – und am Ende immer wieder Hoffnungen begraben muss, absagen und umplanen muss – das nagt auch an den heitersten Charakteren. Auch am Vorstandsteam der Syker Landfrauen.

Wir haben alle unsere Tiefs gehabt. Aber wir hatten diese Phase zum Glück nie zusammen. Immer getrennt.

Birgit Thalmann

„Wir haben alle unsere Tiefs gehabt“, erzählt Birgit Thalmann ernst. Und dann erscheint plötzlich dieses verschmitzte Lächeln auf dem Gesicht der Co-Vorsitzenden. „Aber wir hatten diese Phase zum Glück nie zusammen. Immer getrennt.“

Spätabendliche Telefonate, ein freundliches Wort über die Whatsapp-Vorstandsgruppe, ein aufmunterndes Gespräch, wenn mal wieder eine Veranstaltung den Corona-Einschränkungen zum Opfer gefallen war. Die neun Frauen des Vorstandes waren füreinander da, hielten sich gegenseitig bei Laune und bei der Stange.

Auch wenn’s manchmal schwerfiel. Wenn die Zahl der Austritte stieg. „Man stellt sich schon infrage“, räumt Thalmann im Gespräch mit der Kreiszeitung ein. Ein Verein, der sich zu wesentlichen Teilen über die Geselligkeit definiert, leidet eben besonders, wenn die Kernkompetenz brachliegt und man zur Untätigkeit verdammt ist. Durch die vielen Veranstaltungen konnte der Verein in vergangenen Jahren für sich werben, „so hatten wir meist mehr Eintritte als Austritte“, blickt Heike Röpke zurück.

Viel für die Mülltonne gearbeitet

Corona hat das verändert. Jahreshighlights wie die Kroatienfahrt oder die Tour zur Bundesgartenschau sind einfach entfallen. „Wir haben viel für die Mülltonne gearbeitet“, sagt Thalmann. Einige Fahrten und Veranstaltungen mussten schon zweimal verschoben und neu terminiert werden.

Und dennoch: Durchhalten! Es kommen schon wieder irgendwann bessere Zeiten. Irgendwann – das ist jetzt, wenn es nach Röpke und Thalmann geht. Die ersten Veranstaltungen sind wieder gelaufen – der bunte Nachmittag für die ältere Landfrauen-Generation etwa. Als Thalmann die Frauen betrachtete – im Schnack vertieft, mit leuchtenden Augen das Miteinander genießend, ist „das Lachen zurückgekehrt“, sagt sie. „Die blühten richtig auf – und wir auch.“

Eine Tour zum idyllischen Garten Bellersen, eine weitere zum Bassumer Stift, dann die Fahrt zum GOP-Theater nach Bremen. Die Syker Landfrauen-Lok steht vielleicht noch nicht ganz unter Volldampf, aber sie macht ordentlich Tempo.

Weihnachtsfahrt, Adventsfeier, Winterwanderung

Das neunköpfige Vorstandsteam um Thalmann und Röpke plant für die kommenden Monate weitere Veranstaltungen. Am kommenden Mittwoch, 10. November, geht es gemeinsam ins Hansakino. Und am letzten Novemberwochenende (26. und 27. November) steht endlich mal wieder eine Weihnachtsfahrt ins Münsterland an. Für Mittwoch, 8. Dezember, ist eine gemeinsame Adventsfeier im Gasthaus Lüdeke geplant – mit Kaffee und Kuchen und dem Landfrauenchor.

Und im neuen Jahr? Will der Verein Corona hinter sich lassen. Erste Veranstaltungen stehen schon: eine Winterwanderung durchs idyllische Hachetal am 8. Januar zum Beispiel. Die Landfrauen arbeiten schon an der Zukunft – und das macht viel mehr Spaß als für die Mülltonne.

Programm

www.landfrauen-syke.de

Von Frank Jaursch

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