Festival auch auf dem Hohen Berg

Jazz, Folk, Mountainbike

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Hermann Karnebogen (v.l.), Joachim Schröder, Nicole Giese-Kroner, Tony Seferi, Dennis Landt, Gertrud Harthus, Ralf Vogeding, Eileen Schöne und Gerd Harthus freuen sich über das hochkarätige Jazz-Folk-Bike-Programm.

Syke - Von Marc Lentvogt. 16 Jahre ist Jazz Folk Bike mittlerweile alt – ein großer Erfolg. Doch statt allein auf Konstanz zu setzen und zu stagnieren, haben die Organisatoren Gertrud und Gerd Harthus auch für das 2018er-Programm ein paar Neuheiten vorbereitet. Unter anderem: ein Konzert auf dem Hohen Berg.

Dort wird das Kölner Quartett Talking Horns am Samstag, 1. September, ab 15 Uhr seine Instrumente erklingen lassen. Dazu gehört auch ein Alphorn. „Wir stellen uns vor, dass es vom Berg erschallt. Das ist besser als im Forst“, so Gerd Harthus, Vorsitzender von Jazz-Folk-Klassik (JFK).

Natürlich seien solche Vorhaben für den Verein allein nicht zu stemmen, verweist Harthus auf alteingesessene und neue Mitstreiter. Finanziell könne man sich auf die Avacon, die Stadt, den Landschaftsverband Weser-Hunte und die Kreissparkasse (KSK) verlassen, die als Sponsoren fungieren. Künstlerisch sind erneut das Vorwerk, die Stadt Syke, das Maximilian und die KSK mit an Bord. Hinzu kommt neben dem Hohen Berg erstmals auch das Gleis 1 als Konzertstätte.

Zum Start in das Festival dürfen sich Freunde des Jazz in diesem Jahr nicht nur auf ein Open-Air freuen – im Anschluss gibt es auch noch Filmvergnügen. Die Lazarev Project Group wird Jazz Folk Bike am Freitag, 31. August, um 19 Uhr im Garten des Vorwerkes eröffnen. Für den gleichen Abend hatte das Zentrum für zeitgenössische Kunst bereits einen Filmabend geplant. Nicole Giese-Kroner, künstlerische Leiterin im Vorwerk, hatte noch keinen Film ausgesucht und die Chance genutzt, sich dem Festival anzupassen. „Ich habe mich für ,Whiplash’ entschieden, einen Film von 2014, in dem ein junger, drangsalierter Schlagzeuger im Mittelpunkt steht.“

Anders als in den Vorjahren hat sich Jazz-Folk-Klassik 2018 gegen ein Ländermotto entschieden. Gibt es dennoch einen Schwerpunkt? „Frauen spielen eine wichtige Rolle“, stimmt Gerd Harthus auf mehrere Konzerte ein. Am Samstag, 1. September, stehen Karolina Cicha & Company ab 18 Uhr auf der Bühne des Gleis 1.

Ohne Al Jarreau, aber mit Vladyslav Sendecki

„Von Cicha hatten wir 2016 schon die Zusage, sie musste dann aber absagen, weil sie die polnische Nation vor dem Papst vertreten musste“, erklärt Gertrud Harthus ihre große Vorfreude. Während sie noch hofft, dass nicht wieder ein Großereignis dazwischenkommt, sieht Joachim Schröder, Leiter des Gleis 1, die Situation deutlich entspannter: „Soll er halt dazukommen.“ Passieren wird das vermutlich nicht, aber bei Jazz Folk Bike soll es ja schließlich auch um Musik gehen. Und die polnische Folk-Sängerin Cicha, die die Musik der dortigen Minderheiten spielt, dürfte alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Ab 20.30 Uhr geht es am Samstag ganz nach dem Geschmack von Kreismuseums-Leiter Ralf Vogeding weiter. Das Berliner Sextett Holler my Dear wird die Diele im Kreismuseum mit Trompete, Akkordeon, Mandoline, Bass, Schlagzeug und einer „genialen Frontfrau“ einnehmen.

Viel Zeit, um auszuschlafen, bleibt danach nicht. Am Sonntag, 2. September, geht es im Maximilian bereits um 11.30 Uhr mit The Shevettes weiter. „Sie sind geschmeidig, kratzig, zerbrechlich und laut“, so der Veranstaltungs-Flyer über das Quartett. Tony Seferi freut sich bereits jetzt auf die Power, die The Shevettes im Biergarten entfesseln werden.

Abschluss in der Kreissparkasse

Ab 15 Uhr geht es zum zweiten Mal am Jazz-Folk-Bike-Wochenende in den Garten des Syker Vorwerks. Kathleen Persson, US-stämmige Blues-Sängerin, die mittlerweile in London ihr Zuhause gefunden hat, bringt ein Quartett mit nach Syke. Kat & Co wollen etwas kosmopolitisches Flair in die Hachestadt bringen, so die Veranstalter.

Den Abschluss feiern die Festivalgänger, oder besser gesagt -radfahrer ab 17.30 Uhr im Konzertsaal der Kreissparkasse. „Ich denke, wir können uns etwas darauf einbilden, dass Vladyslav Sendecki unser kleines Festival in sein Herz geschlossen hat“, erzählt Gerd Harthus mit einem breiten Lächeln. Leider, fügt er hinzu, könne Al Jarreau nicht mehr dabei sein, denn ursprünglich hatte der 2017 verstorbene Jazz-Sänger das Programm für den Abend gemeinsam mit Sendecki erdacht. An seiner Stelle werde Ken Norris das Sendecki-Trio bei „Life is a Long Song“ unterstützen.

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