Meinungsvielfalt von super bis ätzend

Syker Hauptstraße: Versuchsphase mit „Treffen sich zwei Einbahnstraßen“ läuft aus

Die Hauptstraße bleibt in der Mitte durchgeschnitten – zumindest vorerst. Mitte Oktober endet die Versuchsphase mit der jetzigen Verkehrsführung. Von sich aus will die Stadtverwaltung keinen anderen Versuch unternehmen. Es kann allerdings sein, dass die beauftragte Fachfirma genau das empfiehlt. Das steht aber noch nicht fest.
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Die Hauptstraße bleibt in der Mitte durchgeschnitten – zumindest vorerst. Mitte Oktober endet die Versuchsphase mit der jetzigen Verkehrsführung. Von sich aus will die Stadtverwaltung keinen anderen Versuch unternehmen. Es kann allerdings sein, dass die beauftragte Fachfirma genau das empfiehlt. Das steht aber noch nicht fest.

Der Oktober hat begonnen, und damit nähert sich eine Entscheidung: Wie geht es mit der Verkehrsführung auf der Hauptstraße weiter? Am 15. läuft offiziell die Testphase mit den sich in der Mitte treffenden gegenläufigen Einbahnstraßen aus – doch das Ende bedeutet das noch nicht.

Die Verkehrsführung auf der Hauptstraße ist ein wesentlicher Teil des Mobilitätskonzepts, das die Stadtverwaltung im Auftrag der Politik von einer Fachfirma erstellen lässt. Von diesem Fachbüro war seinerzeit auch der Vorschlag zu diesem Feldversuch gekommen. Mitte Februar war die zuvor durchgehende Einbahnstraße in Richtung Bahnhof quasi mit dem großen Messer in der Mitte durchgeschnitten worden. In Höhe Wessels Hotel wurde eine Durchfahrtsperre installiert und ab Rewe die Fahrtrichtung der Einbahnstraße umgedreht. Aus Gesseler Straße und Plackenstraße ging es von da an überhaupt nicht mehr auf die Hauptstraße. Ziel: Den Durchgangsverkehr in Richtung Bahnhof zu unterbinden, um mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen.

Die Werbegemeinschaft unterstützte diesen Versuch ausdrücklich. Von einzelnen Geschäften gab es trotzdem deutliche Kritik. Bei Fleischer Behrens regten Kunden sogar eine Unterschriftensammlung an (wir berichteten).

Syker Bürgermeisterin Suse Laue: „Ein sensibles Thema“

„Die massiven Beschwerden aus der Anfangsphase kommen im Moment nicht mehr“, sagt Bürgermeisterin Suse Laue. Sie betont aber: „Das ist ein total sensibles Thema. Die Meinungsvielfalt reicht von super bis ätzend. Und viele andere Meinungen stehen dazwischen.“

Im Augenblick sei kein zweiter, anderer Versuch geplant, sagt die Bürgermeisterin. Aber sie kenne die bisherigen Ergebnisse des beauftgragten Fachbüros auch noch nicht. „Kann sein, dass die uns das empfehlen.“ Von sich aus werde die Stadt aber keine andere Variante im Anschluss an die Testphase ausprobieren. Automatisch zurück zum Zustand davor werde es aber nicht gehen. „Bevor wir jetzt wieder etwas verändern, werden wir auf die Empfehlung der Fachfirma schauen“, sagt Laue. Das heißt also: Zunächst bleibt’s bei der durchgeschnittenen Hauptstraße, und zwar so lange, bis der Rat der Stadt etwas anderes entscheidet.

Endgültige Entscheidung zur Syker Hauptstraße im Februar?

Denn das ist laut Suse Laue jetzt der weitere Ablauf: Mitte Oktober sollen die Ergebnisse des Fachbüros vorliegen. Die will die Verwaltung zunächst intern mit der Politik besprechen. Da der neue Rat erst im November erstmals zusammentritt, sollen auch die neugewählten Ratsmitglieder dazu eingeladen werden. Im November sind dann zwei Informationsveranstaltungen für die Bürger angedacht. Einmal online und einmal als Präsenzveranstaltung. Dafür ist die Stadt gerade mit dem Fachbüro in der Terminfindung. „Wenn wir mit diesem Prozess durch sind, geht das Thema in die reguläre schrittweise Beratung im Rat und seinen Ausschüssen“, sagt Laue. „Schön wäre, wenn wir im Februar wüssten, wie die endgültige Entscheidung aussieht.“

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