Syker Gästeführerinnen stellen Programm für 2016 vor

Wohltäter und Gaumenfreuden

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An ihren Zeichen sollt ihr sie erkennen: Die Gästeführerinnen haben jetzt einheitliche Taschen.

Syke - Von Michael Walter. Mit einer Besichtigung der Seniorenresidenz Deutsche Eiche starten am 8. Januar die Syker Gästeführungen ins neue Jahr. Gestern stellten Traute Dittmann und ihr Team – urlaubsbedingt nur in halber Mannschaftsstärke angetreten – in Wessels Hotel das Jahresprogramm für 2016 vor.

Insgesamt 21 Termine haben die Gästeführerinnen bisher in ihrem Kalender. Darunter vier geführte Radtouren sowie eine kombinierte Rad- und Kutschfahrt durch Okel.

Der Auftakt in der Seniorenresidenz ist auch für das Gästeführungs-Team eine Neuheit. „Man war dort sehr aufgeschlossen, als wir angefragt hatten“, sagt Traute Dittmann. „Andere Einrichtungen waren da nicht so offen. Ich freue mich, dass die Zusammenarbeit mit den Gästeführungen dort so geschätzt wird.“

Neu im Programm sind ebenfalls die beiden Führungen unter dem Titel „Syker City kulinarisch“ im Oktober und Dezember. „Eine Mischung aus Probiertour und historischem Stadtrundgang“, erklärt Gästeführerin Elke Butt den Ansatz. Auch dabei habe man in der Vorbereitung „ganz viele offene Türen eingelaufen“. Nicht nur bei den gastronomischen Betrieben, sondern auch bei diversen Geschäften. „Wir könnten noch zwei, drei weitere in die Touren einbauen“, sagt Elke Butt, die unter 04242 / 1798 dafür als Ansprechpartnerin zur Verfügung steht. Im Vorfeld habe man nicht alle Inhaber erreicht.

Christiane Tesch beschäftigt sich auf ihrer Führung im Juli mit „Wohltätern unserer Stadt“ und den Spuren, die sie über einen Straßennamen hinaus hinterlassen haben. Und in diesem Zusammenhang bricht sie eine Lanze für Stadtarchivar Hermann Greve: „Er ist für uns eine ganz große Unterstützung bei der Recherche zu historischen Themen.“

Über die Stadtgrenzen hinaus geht es bei drei Radtouren: Im Mai fährt Anni Wöhler-Pajenkamp unter der Überschrift „Blütenzauber und Badenixen“ zu verträumten Orten in und um Bassum. Im Juli besucht Gisela Greve die Malerin Dorothea Menzel in Süstedt. Und im August folgt sie „den Spuren von Heinrich Albers“ nach Nordwohlde. „Albers kam aus ganz ärmlichen Verhältnissen in Bassum und hat es in Hannover zu seinem eigenen Tischlerbetrieb gebracht. Ende des 19. Jahrhunderts hat er dann dem Kirchspiel Nordwohlde eine Glocke gestiftet.“

Gewissermaßen als Gast-Gästeführer agiert Anfang September der Barrier Chronist Heiner Büntemeyer: Er führt eine Wanderung durch die Rieselwiesen am Barrier Hacheufer entlang und durch den Ortskern.

Im vergangenen Jahr haben Traute Dittmann und ihr Team bei 22 öffentlichen Gästeführungen rund 400 Teilnehmer gezählt. Das macht aber nur etwa ein Drittel des Gesamtpakets aus. Die übrigen zwei Drittel waren privat gebuchte Führungen. Für Seniorengruppen, Vereine, Heimatverbände, Geburtstage, Klassentreffen und Schulklassen. „Und neulich hab ich das Finanzamt geführt“, sagt Christiane Tesch. „Bei einer Weihnachtsfeier.“

Insgesamt kamen die Syker Gästeführerinnen damit auf 1187 Teilnehmer bei 63 Führungen. Syke bot damit mehr Führungen an als Stuhr und Weyhe zusammen. Dennoch haben beide Partnergemeinden fast genau so viele Teilnehmer wie Syke. Nicht zuletzt dank der Ausflugsdampfer auf der Weser.

Das komplette Programm mit allen Terminen für das neue Jahr liegt ab sofort in zahlreichen Syker Geschäften aus.

www.gaestefuehrung-syke-weyhe-stuhr.de

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