Die Syker Feuerwehren wurden 2015 zu 111 Hilfeleistungen gerufen – Rekord

Helfer in Uniform

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Der größte Brandeinsatz im vergangenen Jahr war das Feuer an der Bürgermeister-Meyer-Straße in Gessel im März. Bei dem Brand kam eine Person ums Leben.

Syke - Von Frank Jaursch. Noch nie hatte die Feuerwehr Syke in diesem Jahrtausend so viele Einsätze zu vermelden wie 2015. Stadtbrandmeister Stefan Schütte berichtete am Mittwochabend im Ausschuss für Freizeit und Ehrenamt über das Jahr aus Sicht der Syker Brandschützer.

Mit 274 Einsätzen lagen die zehn Wehren nicht nur um 43 über dem Vorjahr, sondern auch um mehr als 60 über dem langjährigen Mittelwert. Verantwortlich für diese Steigerung sind aber keine Brände, sondern stark angestiegene Zahlen bei der technischen Hilfeleistung – auf 111 Einsätze.

„Wir hatten im letzten Jahr zwei Unwetterlagen“, erläuterte Schütte. Das Leerpumpen von Kellern oder die Beseitigung von auf die Fahrbahn gefallenen Ästen war aus diesem Grund häufiger nötig als normal.

Der Stadtbrandmeister erinnerte in seinem Jahresbericht auf die schwierigsten und größten Einsätze – was den Gebäudebrand in Gessel, beim dem Anfang März eine Person starb. Auch der Gefahrstoffeinsatz an der Siemensstraße im Juli fand Erwähnung; unter anderem deshalb, weil er die Einsatzkräfte bei hochsommerlichen Bedingungen an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit brachte.

Auch bei diesem Einsatz zahlten sich die Bemühungen der Wehren aus, den Anteil an Atemschutzgeräteträgern kontinuierlich zu erhöhen. Mittlerweile verfügen die Wehren über insgesamt 167 einsatzfähige Atemschutzgeräteträger – das sind 17 mehr als im Jahr 2011. „Ein Brandeinsatz ohne Atemschutz, das funktioniert heute nicht mehr“, so Schütte.

465 aktive Mitglieder zählt die Syker Feuerwehr, davon sind 77 Frauen. Als echtes „Erfolgsmodell“ bezeichnete Schütte die Kinderfeuerwehren: 120 Mädchen und Jungen zwischen sechs zehn Jahren haben derzeit vor allem viel Spaß und Spiel, knüpfen aber auch erste Kontakte zum Brandschutz und bekommen wie nebenbei viel Grundsätzliches vermittelt. Jedes Jahr finden mehrere Übergaben in die Jugendfeuerwehr statt – und letztlich profitiert die aktive Wehr von der Nachwuchsarbeit.

Schütte wies auf die Neuanschaffungen des Jahres 2015 hin, die von Armaturen mit Rückflussverhinderer (zum Trinkwasserschutz) bis zur persönlichen Schutzkleidung reichten. Insgesamt 70 kostenpflichtige Einsätze wurden den Verursachern in Rechnung gestellt – so kamen in den vergangenen zwei Jahren insgesamt 47000 Euro an Einnahmen zusammen.

Schütte dankte der Verwaltung und der Politik für die Unterstützung der Feuerwehren – und bekam das gleiche Dankeschön wenig später per Applaus vom Ausschuss zurück.

Foto: Reihenhaus in Syke brennt

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