Eltern sauer auf Schulausschuss

Platzprobleme in Grundschule am Lindhof - und die Lösung bleibt vage

Syke - Von Marc Lentvogt. In seiner letzten Sitzung hat der Schulausschuss der Stadt beschlossen, sich des Platzproblemes an der Grundschule am Lindhof anzunehmen. Die präsentierte Lösung ist die Errichtung einer Grundschule an der Ferdinand-Salfer-Straße – fraglich ist derzeit noch, ob diese in eine Oberschule integriert sein wird oder auf eigenständigen Füßen stehen wird.

Die Entscheidung darüber fällt in der Landesschulbehörde. So können zu diesem Zeitpunkt keine Aussagen getroffen werden, welche Kinder betroffen sein werden und was das für die Lehrer an den Grundschulen bedeutet.

Zahlreiche Eltern waren im Ausschuss erschienen, um diese und weitere Fragen zu stellen. Wird auch den zukünftigen Grundschülern an der Ferdinand-Salfer-Straße Schwimmunterricht angeboten? Wird es ein Busticket zur Schule geben? Oder auch: Wie kann ich mich selber einbringen, damit der Übergang gut verläuft? Die Eltern gingen jedoch ohne Antworten nach Hause – und das nicht nur weiterhin ratlos, sondern auch erbost über den Umgang der Ausschuss-Mitglieder mit ihren Anliegen.

„Ich fühle mich nicht ernstgenommen“

Lindhof-Elternsprecher Marc Lange trat als Erster vor den Ausschuss um seine Sorgen zu äußern. Im Anschluss musste er feststellen: „Mir wurde zugehört, auch aufmerksam zugehört, aber ich fühle mich nicht ernstgenommen.“ Eine Meinung, mit der er nicht allein war.

Sarkasmus herrschte nach Sitzungsende vor. Es sei halt tatsächlich eine Einwohnerfragestunde gewesen, äußerte ein verärgerter Teilnehmer, eine Antwortstunde sei es nämlich definitiv nicht gewesen. Dabei waren die Eltern sich grundsätzlich einig, dass mit der Ferdinand-Salfer-Grundschule eine gute Lösung gelungen ist. Lange weiß darum, dass andere Städte ihre Schüler in einem vergleichbaren Fall in Container auslagern müssten, während Syke eine „1a-räumliche-Lösung“ gefunden hat.

Haushaltssatzung geriet zur Nebensache

Den von SPD-Ratsmann Peter Jahnke geäußerten Rat, „haben sie mal ein bisschen Vertrauen“, wollte er so aber nicht gelten lassen. „Hier wird ein ,wird schon werden’ auf dem Rücken meines Sohnes ausgetragen“, sagte er sichtlich enttäuscht unter zustimmendem Nicken der vielen anwesenden Eltern.

Der Beschluss der Haushaltssatzung 2018 der Stadt Syke mit neun Ja-Stimmen zu drei Enthaltungen geriet so an diesem Mittwochabend zur Nebensache.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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