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Syker Bauausschuss berät: Zufahrt zum Hallenbad mit oder ohne Parkplätze?

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Von: Michael Walter

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Die Sanierung des Syker Hallenbads ist das aktuell größte Bauprojekt der Stadt. Allein dafür setzt die Verwaltung 4,1 Millionen Euro an. Der Haushalt ist noch nicht beschlossen.
Die Sanierung des Syker Hallenbads ist das aktuell größte Bauprojekt der Stadt. Allein dafür setzt die Verwaltung 4,1 Millionen Euro an. Der Haushalt ist noch nicht beschlossen. © Michael Walter

Die Sanierungsarbeiten am Syker Hallenbad sind im vollen Gange, doch ein paar gestalterische Fragen sind noch ungeklärt – noch. Am Mittwoch berät der Bauausschuss der Stadt Syke über den wohl wichtigsten noch offenen Punkt: Wie viele Parkplätze sollen, wenn überhaupt, am Hallenbad entstehen?

Syke – Viel, ein bisschen oder gar nicht? – Das ist die letzte größere noch offene Frage im Zusammenhang mit der Sanierung des Syker Hallenbads, auf die die Politik noch eine Antwort finden muss. Sie betrifft die Gestaltung der neuen Zufahrt. Konkret geht es darum, ob – und wenn ja: wie – die Zufahrt mit Parkboxen für Autos ausgestattet werden soll. Drei Entwürfe stehen dafür zur Diskussion: mit vielen Parkboxen, mit wenig Parkboxen und ganz ohne Parkboxen.

Bisher war die direkte Zuwegung zum Hallenbad lediglich ein Fuß- und Radweg, der auch für den Werksverkehr mitbenutzt worden ist. Autos mussten grundsätzlich etwa 200 Meter entfernt auf dem Parkplatz vor dem Tennisverein stehen. Mit der Grundsanierung des Bads geht jetzt aber auch eine Neugestaltung des Vorplatzes einher.

Vereinfacht ausgedrückt: Weil das „neue“ Bad anders funktioniert als das „alte“, müssen andere Zugänge zur Technik und für Anlieferungen geschaffen werden. Die eigentliche Zufahrt ist da ein Punkt, der quasi nebenbei gleich mitbearbeitet wird.

Kaum Unterschiede bei den Kosten

Ein geschotterter „Werkhof“, eine neue Einzäunung und die Neugestaltung des Eingangsbereichs sind Bestandteil aller drei Entwürfe. Auch Behindertenparkplätze in unmittelbarer Nähe des Eingangs und überdachte Fahrradabstellplätze sehen alle drei Varianten vor. Die Unterschiede liegen eigentlich nur in der Anzahl der regulären Auto-Stellplätze.

Die veranschlagten Kosten unterscheiden sich hingegen nicht großartig: Für die Variante A mit 46 schräg zur Fahrtrichtung angeordneten Parkboxen schätzt das städtische Bauamt den Geldbedarf auf etwa 270 000 Euro insgesamt (also inklusive Werkhof und so weiter). Für die beiden anderen Varianten wären es etwa 240 000 Euro. Variante B sieht lediglich neun Stellplätze längs zur Fahrtrichtung vor, und Variante C überhaupt keine.

Entscheiden muss die Politik noch, wie die neue Zufahrt ausgebaut werden soll. Drei Möglichkeiten stehen zur Wahl: Mit vielen Parkboxen schräg links und rechts der Zufahrt (Grafik), ...
Entscheiden muss die Politik noch, wie die neue Zufahrt ausgebaut werden soll. Drei Möglichkeiten stehen zur Wahl: Mit vielen Parkboxen schräg links und rechts der Zufahrt (Grafik), ... © Entwürfe: Wegezweckverband

Die Verwaltung empfiehlt die Version ohne Stellplätze: „Grundsätzlich ist bereits jetzt ausreichender Parkraum für Besucher, die mit dem Auto anfahren, vorhanden“, heißt es als Begründung in der Beschlussvorlage. Der häufig geäußerte Wunsch nach mehr Parkraum in größerer Nähe solle nicht über die Zufahrt realisiert werden. „Perspektivisch“ könne aber beispielsweise ein Wohnmobilparkplatz auf der vorgelagerten Festwiese gebaut werden. „Damit einhergehend können weitere Parkflächen in unmittelbarer Nähe zum Hallenbad erschlossen werden.“

Die Gestaltung des Werkhofs ist in allen Varianten nahezu identisch. Die befestigte Fläche zur Erschließung der Nebeneingänge (etwa zur Chlorgasanlage) soll aus wirtschaftlichen Gründen geschottert werden. Wird alternativ eine Pflasterung gewünscht, würde das noch mal um die 50 000 Euro extra kosten.

... mit einigen wenigen Parkplätzen einseitig parallel zur Zufahrt (Grafik) – oder ganz ohne Parkplätze.
... mit einigen wenigen Parkplätzen einseitig parallel zur Zufahrt (Grafik) – oder ganz ohne Parkplätze. © Entwürfe: Wegezweckverband

Zwischen dem Haupteingangsbereich und dem Werkhof sind neue Behindertenparkplätze geplant. „Der Vorplatz wurde ausreichend groß dimensioniert, sodass die Gefahren durch aus- und einparkende Kraftfahrzeuge minimiert werden.“ Der Eingangsbereich wird durch abnehmbare Poller von dem Vorplatz abgegrenzt.

Der Bauausschuss berät am Mittwoch ab 17 Uhr über die drei Entwürfe. Die Sitzung erfolgt virtuell. Wer sie als Zuhörer verfolgen möchte, kann beim Sitzungsdienst der Stadtverwaltung einen Link anfordern.

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