Wolfgang Reß beendet Ratstätigkeit

SykePlus tritt nicht mehr an

Wolfgang Reß

Syke - Von Frank Jaursch. Seit 15 Jahren ist die Gruppe SykePlus als Fraktion im Syker Stadtrat vertreten. Nach der Wahl am 11. September wird diese Fraktion fehlen. Wie Wolfgang Reß, Sprecher der Gruppe, gestern Nachmittag mitteilte, wird sich SykePlus nicht an der Wahl beteiligen

„Es ist uns nicht gelungen, eine überzeugende Kandidatenliste aufzustellen“, erklärt Reß. Die Gruppe sei mit den Jahren gealtert, und es sei nicht gelungen, junge Menschen für die Mitarbeit zu gewinnen. „Wir waren uns einig, dass es keine Platzhalterbewerbung geben soll“, erklärt Reß im Gespräch mit unerer Zeitung.

Reß selbst, der seit 2001 als Mitglied im Stadtrat aktiv ist, hat sich auch dagegen ausgesprochen, für eine andere Partei oder Gruppierung anzutreten. „Dazu ist mir SykePlus zu sehr ans Herz gewachsen“, sagt Reß.

SykePlus werde es als lokalpolitisch interessierte und engagierte Gruppe weiterhin geben. „Wir wollen uns als Bürger der Stadt Syke durchaus zu Wort melden und bleiben wie bisher ein Diskussionsforum auch für Nichtmitglieder.“ Reß schließt dabei nicht aus, dass sich die Gruppe bei künftigen Wahlen erneut beteiligen könnte.

Für Wolfgang Reß als letztes verbliebens SykePlus-Mitglied im Stadtrat endet im September gewissermaßen ein Lebensabschnitt. Was empfindet der 67-Jährige, wenn er an den Abschluss seiner Stadtrats-Aktivität denkt – Traurigkeit? Erleichterung? Reß lacht: „Von allem etwas.“

Ganz leicht sei ihm die Entscheidung, nicht wieder zu kandidieren, nicht gefallen, räumt er ein. Die vergangenen Monate, als er nach dem Wechsel von Christian Flor zur BSF gewissermaßen als Einzelkämpfer tätig war, hätten ihm aber gezeigt, dass der Arbeitsaufwand als Einzelperson enorm hoch sei.

In der Pressemitteilung zählt die Gruppe eine ganze Reihe an Themen auf, die man aktiv gestaltete und begleitete – etwa bei der Entscheidung für die Ganztagsschule oder für das Kooperationsmodell mit der Avacon in Sachen Stadtwerke. „SykePlus hat sich von Anfang an für Bürgerbeteiligung, Transparenz und eine offene Diskussionskultur eingesetzt“, so Reß.

In der Vergangenheit und künftig wolle man wahrgenommen werden als „Stimme, die im Sinne der Gemeinschaft der Bürger da ist“.

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