Erstmals sollen in diesem Jahr wieder Baugebiete namhafter Größe ausgewiesen werden

Syke wächst sogar in die Höhe

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An die 30 Bauplätze sollen am Goldberg zwischen Barrien und Gessel (Bild links) sowie am Lerchenfeld an der Bassumer Landstraße ausgewiesen werden.

Syke - Von  Heinrich Kracke. Die Stadt Syke wächst nach Norden, und sie wächst voraussichtlich auch in Richtung Westen. Nach Jahren, in denen die Anfragen nach Bauland rapide zugenommen haben, zeichnet sich erstmals wieder eine Lösung größeren Umfanges ab, sogar eine Doppellösung. Erster Kandidat für ein neues Baugebiet ist der Bereich zwischen Siemerei und alter B6 auf dem Grenzgebiet zwischen Barrien und Gessel, das unter dem Begriff Goldberg zusammengefasst ist. Als zweiter Kandidat begibt sich ein Areal unweit der Bassumer Landstraße in die Stadtlöcher, der „Lerchenberg II“. Beides Flächen mit leichter Hügellage. Deshalb wächst Syke sogar nach oben.

Doch auch dann, wenn beide angedachten Baugebiete die planerischen und verwaltungstechnischen Hürden überstehen, dürften sie nicht wieder in Dimensionen vorstoßen, wie sie vor zehn und mehr Jahren galten. Der Bereich „westlich der Sulinger Straße“ umfasste nicht weniger als 140 Baugrundstücke. Ein ganzer neuer Stadtteil entstand hier mit hunderten Einwohnern. Davon sind die kommenden Areale meilenweit entfernt. Nach gegenwärtigem Planungsstand hält sich sowohl am Lerchenberg als auch am Goldberg alles mit 30 bis 40 Wohneinheiten im überschaubaren Rahmen. Trotz nahezu gleicher Größe werden sie mit einem höchst unterschiedlichen Angebot ausgestattet.

Mehr auf Einfamilien- und eventuell Doppelhäuser ist das Baugebiet am Goldberg ausgerichtet. Der Immobilienservice der Kreissparkasse Syke nimmt die Vermarktung unter seine Fittiche. „Wir haben den überwiegenden Teil der Flächen bereits übernommen,“ sagt Jörg Städtler zum aktuellen Planungsstand. Mit dem Aufstellungsbeschluss für den B-Plan schuf der Syker Stadtrat Mitte Mai zudem die Voraussetzungen für den Bebauungsplan. „Wir arbeiten zurzeit mit einer Reihe von Planungsfirmen die Details ab, ehe möglichst zum Jahresende der Lageplan der neuen Grundstücke vorliegen soll.“ Mit der Realisierung könne dann im kommenden Jahr begonnen werden.

Auf jahrelange Vermarktungs-Zitterpartien, wie sie es zuletzt westlich der Sulinger Straße erlebte, stellt sich die Kreissparkasse eher nicht ein. „Wir verzeichnen jetzt schon eine ganze Reihe Interessenten,“ sagt Städtler, „Barrien verfügt ja über eine gute Verkehrsanbindung und eine gute Infrastruktur.“

Ebenfalls auf dem Weg in die Startlöcher befindet sich die Parc-Bauplanung Hoya, die sich des Lerchenfelds II unweit der Bassumer Landstraße angenommen hat. „Wir befinden uns in Abstimmungsgesprächen mit der Stadtverwaltung,“ sagt Projektentwickler Tobias Gunske, „Ziel ist es, möglichst schon im Sommer den Bebauungsplan auf den Weg zu bringen.“ Gedacht sei an einen Wohnmix mit Bungalows, mit Einfamilienhäusern, mit Reihenhäusern, mit Mehrfamilienhäusern, in denen auch Ältere der Generation 60Plus bezahlbaren Wohnraum finden.

Unklar in beiden angehenden Baugebieten allerdings, zu welchen Quadratmeterpreisen die Grundstücke an den Markt gehen. Fest steht bisher nur eines: Die historisch niedrigen Hypothekenzinsen im Bereich von einem bis zwei Prozent ermutigen viele Interessen, den Traum von den eigenen vier Wänden zu verwirklichen. „Da hat ein richtiger Boom eingesetzt,“ heißt es beispielsweise beim Verband Privater Bauherren. Und wer besonders energieeffizient baut, kommt bei der KfW-Bank sogar in den Genuss von Zinsen unter einem Prozent.

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