Hilfe für Bedürftige

Die Wucht in Tüten: Syker spenden 680 Taschen Lebensmittel bei dritter Gabenzaun-Aktion

Viele mit Lebensmitteln gefüllte Tüten stehen in einem großen Raum.
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Hilfsbereitschaft mit Henkeln: Hunderte gespendete Tüten stehen am Ende der „ersten Halbzeit“ – dem Abgeben der Lebensmittelspenden – im großen Gemeindesaal der FeG bereit. Sie alle sollten am Samstagnachmittag dankbare Abnehmer finden.

Bei der dritten Gabenzaun-Aktion haben Syker Lebensmittel im Wert von rund 7000 Euro gesammelt. Die Hilfe gilt bedürftigen Mitmenschen.

Syke – „Syke hat mal wieder Herz gezeigt.“ Für Jörg Michelson von der Freien evangelischen Gemeinde (FeG) ist das Resultat der dritten Gabenzaun-Ausgabe mindestens so hoch zu bewerten wie die beiden ersten rund um Ostern 2020. Die Bürgerinnen und Bürger der Hachestadt spendeten am Samstag insgesamt 680 Einkaufstüten mit Lebensmitteln für bedürftige Mitmenschen.Nimmt man den empfohlenen Wert des Inhalts von zehn Euro pro Tasche als Maßstab, so kam ein Spendenvolumen von fast 7 000 Euro zusammen. Einfach so. Die Wucht in Tüten.

StadtSyke
Einwohner24.425
Postleitzahl28857
BürgermeisterinSuse Laue

Um Weihnachten herum hatten sich die Organisatoren der ersten Gabenzaun-Aktion – die Freie Gemeinde, Bürgermeisterin Suse Laue und ihre ehrenamtliche Stellvertreterin Gabriele Beständig – darauf verständigt, erneut eine Gabenzaun-Aktion zu starten. Auch der Umstand, dass die Syker Tafel wegen Corona die Ausgabe der Lebensmittel vorübergehend eingestellt hat, war einer der Gründe. Kurzerhand gesellte sich auch Karsten Bödeker als Stadtratsvorsitzender hinzu.

Gabenzaun trotzt Corona: Mit Hygienekonzept war ein reibungsloser Ablauf der Aktion möglich.

Trotz Corona: Bedenken waren unbegründet

Dennoch gab es im Vorfeld die eine oder andere Unsicherheit. Würden die Bürger wieder so freigiebig sein wie im Frühjahr, als Corona ganz neu und die Befindlichkeiten andere waren? Würde das Wetter mitspielen? Würde das Hygienekonzept funktionieren? Und würden nicht vielleicht zu viele Abnehmer für die Spendentüten kommen – oder zu wenige? Am Ende der Aktion bleibt: Alle Bedenken waren unbegründet. Es lief wie am Schnürchen. Am Vormittag kamen die Bürger reihenweise, um ihre Tüten loszuwerden. Wartezeiten blieben die absolute Ausnahme: Man merkte, dass das Team längst eingespielt war.

Allein 18 Helfer stellte die FeG, deren Gemeindezentrum wieder komplett in Beschlag genommen wurde. Im großen Saal sortierten Helfer die zu schweren Tüten um und verteilten weitere Sachspenden in die Behälter. Auf weiteren Tischen sammelten sich Spenden von Tier- und Babynahrung sowie Spielzeug. Für die Spender ging es per Einbahnstraße im Uhrzeigersinn einmal um das Gemeindezentrum herum – Stichwort Abstandrsegeln.

Am Nachmittag ging es dann in umgekehrter Richtung weiter mit der Ausgabe. Um lange Warteschlangen auf dem Bürgersteig zu vermeiden, wurden die Abnehmer auf einem vorgezeichneten Weg einmal über den Parkplatz und um das Gebäude herumgeleitet, ehe sie ihre Tüten entgegennehmen konnten.

Suse Laue lobt den Zusammenhalt der Syker Bürgerinnen und Bürger nach der Gabenzaun Aktion.

Bürgermeisterin Laue lobt Zusammenhalt der Syker

Alles funktionierte reibungslos: Die Beschenkten warteten geduldig und diszipliniert, bis sie an der Reihe waren. Und gegen 16 Uhr hatte bei kaltem, aber durchgehend trockenem Wetter die letzte Tüte einen Abnehmer gefunden. Suse Laue fand es „fantastisch, wie die Syker Bürgerinnen und Bürger zusammenhalten“. Sie hatte sich zuvor die Marke von 500 Tüten als Ziel gesetzt. „Damit wäre ich schon super zufrieden gewesen“ – dass es am Ende 580 Tüten wurden: umso schöner.

„In vielen Tüten waren Karten drin, ganz liebevoll gemacht“, lobte Gabriele Beständig. Sie freute sich, viele bekannte Gesichter und „Wiederholungsspender“ hinter den Masken erkannt zu haben. Schade nur, dass das Hygienekonzept kein Verweilen möglich machte: „Mit dem einen oder anderen hätte ich mich schon gern unterhalten.“

Bleibt die Frage: Gibt’s bald vielleicht noch eine Wiederholung? Gedämpfter Optimismus bei den Befragten: „Die Möglichkeit ist nicht ausgeschlossen“, sagt Laue. Zu einem Automatismus allerdings soll der Gabenzaun nicht werden. Laue: „Wir sind nicht die Tafel, und wir wollen auch nicht in ihre Rolle schlüpfen.“

Von Frank Jaursch

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