Syke im Selbstversuch: Pilgern nach Karte und Symbolen

Wandern mit Hindernissen

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„Der kalte Wind weht mir ins Gesicht.“ – Andree Wächter beim Wandern am Hoyaer Berg.

Syke - Von Andree Wächter. Wandern liegt im Trend, und das nicht erst seit Hape Kerkeling eine Pilgertour absolviert hat. In Syke gibt's sieben Wanderwege. Den mit der Bezeichnung „Siebenhäuser“ habe ich getestet. Er hat eine Länge von 3,3 Kilometern und führt am Vorwerk und am Kinderhospiz Löwenherz vorbei.

Laut einer Umfrage gehen der Freizeit- und Urlaubsbeschäftigung „Wandern“ rund 35 Millionen Bundesbürger nach, und es sind nicht nur Senioren. Die Stadt Syke hat mit dem örtlichen Verkehrs-, Verschönerungs- und Bürgerverein (VVV) sieben Wanderwege ausgesucht und in einer Karte dokumentiert. Die gibt es kostenlos im Rathaus. Die Rundwege haben Längen von 1,4 bis 8,3 Kilometern.

Bevor ich mich auf Schusters Rappen begebe, studiere ich die Karte. Sie ist Din-A3 groß und wurde mit einem Farbdrucker erstellt. Abgebildet ist das Gebiet von Ristedt im Nord-Westen, über Okel im Osten bis Rehrßen im Süden. Entsprechend klein sind die Straßen und Sehenswürdigkeiten eingezeichnet. Jeder Rundwanderweg ist in einer Farbe und mit einem Symbol markiert. Bei den vielen Grüntönen flimmert es schon vor meinen Augen.

Um später nicht die Orientierung auf der Karte zu verlieren, wähle ich den orange markierten 3,3 Kilometer langen „Siebenhäuser“. Laut der Beschreibung geht es vorbei am Kinderhospiz Löwenherz, Amtmannsteich und dem Skulpturenpark am Vorwerk.

Start und Ziel ist der Parkplatz Deutsche Eiche. Nur: Wo ist der? Auf der Karte steht das nicht. Und als Auswärtiger habe ich ohne Navi keine Chance, ihn zu finden. Entnervt stelle ich meinen Wagen auf den Vorwerk-Parkplatz – und sehe von dort aus: Vermutlich meinen die Planer den Parkplatz gegenüber neben der Seniorenresidenz. Ein Hinweisschild wäre hilfreich.

Ausgestattet mit festem Schuhwerk, Karte und guter Laune geht es los. Das Vorwerk ist das einzige Gebäude auf dem Rundkurs, das explizit markiert ist. Sehenswürdigkeiten oder markante Punkte sind mit weißen Zahlen in orangen Kreisen dargestellt. Auf der Kartenrückseite findet der Gast eine entsprechende Legende. Auf meiner ausgewählten Strecke stehen die Zahlen 24 und 25. Was sich hinter der Zahl 24 verbergen soll, wird nicht erklärt, 25 ist das Vorwerk.

An den Straßenschildern sind quadratische weiße Symbolbilder angebracht. Das Logo „Bärentatze“ finde ich auf meiner Karte wieder. Entlang am Friedeholz wandere ich Richtung Heiligenfelde. Auf befestigten Straßen geht es bergauf. Der kalte Wind weht mir ins Gesicht. Vorbei geht es an einem Wald, Häusern, Feldern und Pferdekoppel.

Am Hoyaer Berg habe ich eine tolle Aussicht auf die tiefergelegenen Häuser mit Wald im Hintergrund. Trotz des geringen Höhenunterschieds merke ich den „Aufstieg“ im Oberschenkel. Jetzt geht es bergab über Feldwege. Beim erreichen von geteerten Straßen sehe ich schon das Vorwerk. Bevor ich wieder in mein Auto steige, schaue ich mir noch die Skulpturen an.

Der Rundgang „Siebenhäuser“ eignet sich als Feierabendspaziergang. In 30 bis 45 Minuten ist man wieder am Ausgangspunkt. Der Weg selbst hat keine Schwierigkeiten, die einem die gute Laune trüben. Wünschenswert wäre eine übersichtlichere Karte.

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