TuS Syke saniert sein Vereinsheim am Waldstadion / Auch Zufahrt wird erneuert

Kleine Lösung hält große Möglichkeiten offen

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Karsten Bödeker und Sigrun Steinmetz vom TuS-Vorstand studieren die Umbaupläne für das Vereinsheim.

Syke - Von Michael Walter. Es tut sich was am Waldstadion: Der TuS Syke saniert sein Vereinsheim. Die Heizung wird von Öl auf Gas plus Solarenergie umgestellt, die Umkleiden erhalten neue Fenster und – die offensichtlichste Maßnahme – das Gebäude bekommt ein neues Dach.

In einem zweiten Bauabschnitt will der Verein mittelfristig den Eingangsbereich neu gestalten. In einem dritten soll der Gymnastikraum im Anbau einen neuen Fußboden erhalten.

„Dass das Vereinsheim damit optisch nie auf den heutigen Stand kommen wird, ist uns allen klar“, sagt Karsten Bödeker vom Vereinsvorstand. Aber warum macht der TuS das dann? – Bödeker atmet tief durch und holt weit aus. Bis zurück ins Jahr 1999, als der heutige Vorsitzende Peter Schnabel die Geschäfte übernahm. Bödeker erzählt von einem TuS, der zu dieser Zeit im laufenden Sportbetrieb Jahr für Jahr Miese machte und rund eine Viertelmillion Mark Schulden hatte. Hauptsächlich für den 1992 beschlossenen völlig überteuerten Anbau aus Wintergarten, Gymnastikraum und Schiedsrichter-Umkleide.

„Die letzte Rate haben wir gerade abbezahlt“, sagt er. Für ihn kein großes Wunder, dass der Verein seit damals immer klamm gewesen ist und der Vorstand keine neuen finanziellen Risiken eingehen wollte. Nicht zuletzt deshalb hatte der TuS vor ein paar Jahren ein von Sigrun Steinmetz ausgearbeitetes Neubaukonzept verworfen und sich statt dessen für die kleine Lösung entschieden: Die jetzige Sanierung.

Hinzu kommt: Anders als noch vor ein paar Jahren wäre ein Neubau heute nicht mehr förderfähig. Energetische Sanierungen hingegen schon.

Auch die kleine Lösung ist alles andere als billig: Insgesamt werden wohl rund 90000 Euro auf der Abschlussrechnung stehen. Der für den TuS entscheidende Punkt ist: Der Verein muss davon nur etwa 20000 Euro selbst bezahlen. „Das ist zu schultern“, sagt Bödeker. Den Löwenanteil der Kosten tragen das Land, Landessportbund, Kreissportbund und der Stadtsportring.

„Wir schaffen hier mehr Aufenthaltsqualität, ohne den Verein zu überfordern“, fasst Sigrun Steinmetz zusammen, die auch bei der Planung der kleinen Lösung federführend war. „Der Verein bleibt dadurch weitgehend schuldenfrei, und wenn er in ein paar Jahren doch noch einen Neubau möchte, hätte er weiterhin alle Möglichkeiten dazu. Der Vorstand wäre auf jeden Fall handlungsfähig.“

Praktisch parallel zur Sanierung des Vereinsheims wird übrigens auch die Zufahrt saniert. Die Besitzverhältnisse sind allerdings ein bisschen unübersichtlich. Der Einmündungsbereich Bergstraße/Steinkamp gehört der Stadt. Vom Kindergarten bis zum Vereinsheim gehört das Gelände dem TuS – allerdings nicht in voller Breite. An den Rändern des jetzigen Parkplatzes kommen wieder die Stadt und zusätzlich die Forstverwaltung ins Spiel.

Saniert werden jetzt die Zufahrt zum Waldstadion plus 34 Stellplätze. Dafür stehen 100000Euro im städtischen Haushalt zur Verfügung. 75 Prozent davon holt sich die Stadt von den Anliegern zurück. Das sind der TuS, der Schützenverein, die Forstverwaltung – und die Stadt selbst.

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