Auf dem Weg in die Zukunft

Metropolregion will Klimaneutralität gestalten und Daseinsvorsorge sichern

Abschied und Neubeginn prägten die Metropolversammlung. Das
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Abschied und Neubeginn prägten die Metropolversammlung. Das

Syke – Die Metropolregion Nordwest will Klimaneutralität gestalten und Daseinsvorsorge sichern. Diesen Handlungsrahmen hat die Metropolversammlung am Mittwoch im Syker Theater einstimmig beschlossen. Ein wichtiger Baustein dafür ist die Wasserstoff-Strategie, die einerseits die Möglichkeiten der gesamten Region gebündelt zeigt – und andererseits beschreibt, wie die Metropolregion als Wasserstoffregion auf- und ausgebaut werden kann.

2 G plus: Zutritt nur mit tagesaktuellem Test

Doch am Anfang stand in Syke 2 G Plus. Ob geimpft oder genesen: Die 45 Teilnehmer aus Niedersachsen und Bremen mussten zusätzlich einen tagesaktuellen Test vorweisen oder vor Ort vornehmen – dafür hatte die Geschäftsstelle Wahlkabinen zu Testplätzen umfunktioniert. Es habe kein positives Ergebnis gegeben, war auf Nachfrage zu erfahren.

Positiv waren allein die Abstimmungen in der zweieinhalbstündigen Zusammenkunft, denn die Mitglieder beschlossen den Handlungsrahmen 2022 bis 2025, die Wasserstoff-Strategie sowie den Jahresabschluss und den Wirtschaftsplan einstimmig.

Mit dem Handlungsrahmen macht sich die Metropolregion auf den Weg in die Zukunft – und will drei Innovationspfade beschreiten, so Metropolregion-Geschäftsführerin Anna Meincke: Klimaneutralität und Biodiversität gestalten, Daseinsvorsorge sichern sowie nachhaltige und intelligente Mobilität vorantreiben. Daraus ergeben sich Handlungsfelder wie die effiziente Nutzung und der Schutz von Ressourcen oder die Energieversorgung. Bei der Planung sowie der Stadt- oder Regionalentwicklung sollen Mitglieder von einander profitieren – zum Beispiel beim Bau von Wasserstoff-Tankstellen.

44 Prozent Förderquote

Unabhängig davon gab es 2021 sechs Projekte mit einem Fördervolumen von knapp 600 000 Euro, die ein Finanzvolumen von knapp 1,4 Millionen Euro auslösten. Die Förderquote lag bei rund 44 Prozent. Ein Projekt war die Lastenrad-Initiative der Metropolregion. Deren Mitglieder können ein E-Lastenrad mit einer Förderquote von 80 Prozent erwerben. Bisher sind 16 solcher Räder beantragt und drei im Betrieb. Wann weitere folgen, ist unklar: Es gibt Lieferengpässe.

Abschied und Neubeginn prägten die Zusammenkunft im Syker Theater ebenso – und das gleich dreifach. Zum neuen Vorsitzenden wählten die Mitglieder Peter Hoffmeyer (Vorsitzender des Aufsichtsrats der Nehlsen AG und damit ein Vertreter der Wirtschaft). Grund für die Wahl: Der bisherige Vorsitzende Jörg Bensberg musste sein Amt abgeben, weil er nicht wieder als Landrat im Landkreis Ammerland kandidiert hatte. Birgit Honé, niedersächsische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie für regionale Entwicklung, beschrieb Jörg Bensberg als „Mann der ersten Stunde“ und würdigte sein Engagement sowie seine Diplomatie in einem Zusammenschluss „mit durchaus unterschiedlichen Interessen und Vorstellungen darüber, wohin der Weg gehen soll“.

Denn in der Metropolregion bündeln die Länder Bremen und Niedersachsen sowie Landkreise und Kommunen ihre Kräfte. Vor Gründung dieser Organisation hatten sie in der Gemeinsamen Landesplanung Bremen-Niedersachsen zusammengearbeitet, deren Geschäftsstelle im Kreishaus Syke war – „damals unter Leitung von Oberkreisdirektor Hans-Michael Heise“, schmunzelte der scheidende Vorsitzende, der schon als Dezernent dabei war. Besagtes Kreishaus ist heute auch Arbeitsplatz des neuen zweiten Vorsitzenden.

Das Wichtigste aus dem Landkreis Diepholz: Immer samstags um 7:30 Uhr in Ihr Mail-Postfach – jetzt kostenlos anmelden.

Denn in diese Position wurde Landrat Cord Bockhop gewählt. Sein Vorgänger in diesem Amt, Harald Emigholz, erhielt ebenso Anerkennung für sein Wirken. Zum Vorstand gehört als Schatzmeisterin außerdem Staatsrätin Gabriele Nießen, Bremer Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau.

Wechsel in der Geschäftsführung

Für Geschäftsführerin Anna Meincke war ihre zehnte Metropolversammlung die letzte, weil sie sich beruflich verändert. Der Bremer Bürgermeister Andreas Bovenschulte würdigte ihr großes Engagement. Neue Geschäftsführerin ist Nicola Illing.

Sozusagen als Gastgeber schloss Cord Bockhop den Reigen der Redner. Er möchte künftig ins Goldhort-Museum einladen: „Dort kann man nicht nur über die Vergangenheit sprechen, sondern auch über die Zukunft.“

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