Nachtrags-Entwurf in die politische Beratung

Mehr Steuereinnahmen: Loch im Syker Haushalt ist gestopft

Syke - Von Michael Walter. Das Loch ist zu – das ist die wesentliche Erkenntnis aus der Vorlage zum Nachtragshaushalt für das laufende Jahr. Gestern begann die politische Beratung in den Ortsräten. Der Finanzausschuss beschäftigt sich am 16. Oktober damit, und der Rat beschließt den Nachtrag voraussichtlich am 26. Oktober.

War der ursprüngliche Entwurf vom Jahresanfang noch von einem Defizit in Höhe von rund 650.000 Euro ausgegangen, ist der Entwurf für den Nachtrag nun ausgeglichen. „Schuld“ daran sind laut Kämmerer Peter Pawlik in erster Linie Mehreinnahmen aus der Gewerbesteuer von etwa 450.000 Euro, eine um rund 260.000 Euro höhere Schlüsselzuweisung vom Land sowie eine ganze Reihe an kleineren Posten. Insgesamt nimmt die Stadt knapp eine Million Euro mehr ein als im Frühjahr gedacht.

Etliche Ausgaben auf das kommende Jahr verschoben

Von diesen Mehreinnahmen bleibt allerdings nur ein Teil in der Stadt. Denn als unmittelbare Folge muss Syke 100.000 Euro mehr Gewerbesteuer-Umlage zahlen und eine um 111.000 Euro höhere Umlage an den Landkreis.

Dem gesellen sich weitere Mehrausgaben hinzu. Zum Beispiel rund 100.000 Euro höhere Bewirtschaftungskosten (Strom, Gas, Wasser, Reinigung, Mieten,... für alle städtischen Einrichtungen) oder ein um 143.000 Euro höherer Zuschuss an die Träger der nicht-stadteigenen Kindergärten (Lebenshilfe, DRK und Kirche).

Wichtig: „Wir bleiben so flüssig, dass wir die Kredite bedienen können“, so Pawlik.

Im investiven Bereich zeichnet sich ein deutlich unübersichtlicheres Bild ab. Was vor allem daran liegt, dass etliche für 2017 geplante Ausgaben in diesem Jahr nicht mehr fällig werden und somit auf 2018 verschoben werden.

Geringere Kreditaufnahme

Beispiel: Bis 2017 hätte der Bau einer Flüchtlingsunterkunft abgeschlossen sein sollen. Die braucht die Stadt inzwischen aber gar nicht mehr. In der Folge fallen auf der Einnahmenseite rund 210.000 Euro an Zuschüssen weg, die Syke nicht in Anspruch nimmt. „Wir geben aber auch 1,2 Millionen weniger aus, für die wir keine Kredite aufnehmen müssen.“

Den Anbau am Kindergarten Wundertüte an der Sulinger Straße kann die Stadt dieses Jahr nicht mehr fertigstellen. „Der Kostenrahmen bleibt unverändert bei 340.000 Euro“, so Pawlik. „Aber 2017 werden nur 170.000 Euro fällig, die andere Hälfte müssen wir für 2018 einplanen.“

Beim neuen Feuerwehrhaus für Gessel und Ristedt werden statt 800.000 Euro im laufenden Jahr nur 240.000 Euro fällig. „Dafür müssen wir nächstes Jahr 1,1 Millionen ausgeben. An den Gesamtkosten hat sich aber auch hier nichts geändert.“

Der Kunstrasen am Hachestadion wird dieses Jahr nicht mehr erneuert – und die Ausgabe auf 2018 verschoben.

Insgesamt kürzt die Stadt ihre Kreditaufnahme von 2,7 auf 2,8 Millionen Euro.

Schulden Ende 2017: Voraussichtlich 17,8 Millionen.

Rubriklistenbild: © dpa

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