Landkreis investiert wohl 8,5 Millionen Euro

Anbau geplant: Mehr Gymnasium durch Ganztag und G 9

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Das Gymnasium von oben. Rechts, rot umrandet: Der sogenannte C-Trakt der ehemaligen Hauptschule, den sich gegenwärtig das Gymnasium und die Realschule teilen. Links, blau umrandet: Der Teil des Schulhofs, der für eine Erweiterung überbaut werden könnte.

Syke - Von Michael Walter. 13 minus 18 macht minus fünf – das ist die Rechnung, die am Gymnasium nicht anders aufgehen will. Und das ist der Grund, warum der Landkreis Diepholz in den nächsten Jahren viel Geld in die Hand nehmen muss. Die Schule platzt aus allen Nähten. Deshalb muss ein Anbau her. 8,5 Millionen Euro will der Kreis dafür in den Jahren 2020 bis 2022 investieren.

Wenn 2020 der zwölfte Jahrgang als erster nach der Abitur-Reform wieder zum 13. Jahrgang wird, fehlen der Schule 18 Unterrichtsräume. 13 hat das Gymnasium bei der Stadt Syke angemietet. Bleibt ein Fehlbedarf von fünf Räumen. Und auch die 13 gemieteten wird das Gymnasium auf absehbare Zeit nicht mehr nutzen können.

Sie liegen im sogenannten C-Trakt der ehemaligen Hauptschule, deren Gebäude heute von der Realschule mitgenutzt werden. Den C-Trakt teilen sich Realschule und Gymnasium. Allerdings hat die Realschule bereits sozusagen Eigenbedarf angemeldet. Denn auch sie ist mit weit über 600 Schülern bereits jenseits ihrer normalen Aufnahmekapazität.

RS-Leiter Rolf Rosenwinkel bezeichnet den C-Trakt gerne als „atmendes System“, in dem mal die eine und mal die andere Schule stärker vertreten ist. Eigentlich gehört er zur Realschule. „Zeitweise haben wir aber nicht alle Räume benötigt und konnten daher welche an das Gymnasium abgeben. Dann gingen beim Gymnasium zwischendurch die Schülerzahlen zurück, während sie bei uns stiegen. Da waren wir wieder stärker im C-Trakt vertreten. Jetzt steigen beim Gymnasium die Schülerzahlen wieder an.“ Und weil sie an der Realschule nicht im gleichen Maße sinken, gibt es in Zukunft ein Problem.

„Momentan fehlen mir bereits drei Räume“, sagt Rosenwinkel. „Und dabei nutzen wir schon die Kunsträume als Klassenräume mit.“

Zwei Fliegen mit einer Klappe

G 9 lautet das Stichwort, unter dem die Landesregierung 2014 das verkürzte Abitur wieder rückabgewickelt hat. Heißt: Die Schüler machen ihr Abi wie früher nach neun Jahren Gymnasium, also im 13. Jahrgang. Das greift 2020. In dem Jahr gibt es kein Abitur, sondern der 12. Jahrgang geht in den 13. über. Ab Sommer 2020 hat das Gymnasium somit einen kompletten Jahrgang mehr an Bord als jetzt.

Hinzu kommt: Bereits ab dem nächsten Jahr möchte die Schule auch ganz offiziell das tun, was sie ohnehin schon lange macht und sich als offene Ganztagsschule anerkennen lassen. Die Gesamtkonferenz hat dazu gerade grünes Licht gegeben. Der Antrag ist bereits gestellt. Für den Betrieb als Ganztagsschule ist allerdings eine Mensa nötig.

Bauen muss der Landkreis als Schulträger deshalb also sowieso. Und die Devise lautet: Dann lieber gleich richtig, und beide Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Fraglich ist im Grunde nur: Wo? „Sicher nicht auf der Wiese zwischen Sporthalle und Riederdamm“, sagt Schulleiter Jan Ziemann. „Die wird als Sportfläche benötigt. Wir hätten gerne einen Anbau als Verlängerung des Kunst- und Bio-Trakts.“ Dadurch würde zwar der Teil des Schulhofs überbaut, der am nächsten zur benachbarten Grundschule liegt. Das ist laut Ziemann jedoch ohnehin der unattraktivste und damit am wenigsten genutzte Teil.

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