Weihnachten ist für alle da

Lions Club beschenkt 75 Kinder aus „Tafel“-Familien

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Naturgesetz: Kommt der Weihnachtsmann, leuchten die Kinderaugen.

Dunkelblau und Weiß sind die dominierenden Farben. Auf einem langen Gabentisch präsentieren sich die hübsch verpackten Geschenke, die gleich den Besitzer wechseln. Für 75 Kinder ist Freitagnachmittag schon Weihnachten.

Syke - Wie jedes Jahr sorgt der Lions Club Syke dafür, dass auch Kinder aus bedürftigen Familien etwas unterm Weihnachtsbaum haben. Bedingung: Die Familien müssen einen Berechtigungsausweis für die Syker Tafel haben. Das Geld für die Geschenke haben die Lions selber erarbeitet. An ihrem Verkaufsstand bei den Weihnachtlichen Kulturtagen.

Rumms! Die Tür geht auf. Und laut mit einer Handglocke klingelnd kommt ein Engel in den Saal der Christuskirchengemeinde. Weißes Kleid, blonde Wallemähne, Flügel und Heiligenschein. Dahinter trottet fast schon schüchtern der Weihnachtsmann. Dunja Carl und Knut Hennings stecken unter den Kostümen. Tischweise werden sie gleich die Kinder zu sich holen und sie dann nach ein bisschen Smalltalk an den Gabentisch schicken.

Bei den meisten Familien an den Tischen ist der Migrationshintergrund unübersehbar. Viele stammen aus den Kriegsgebieten in Syrien und dem Irak, sind vor dem Krieg gegen den IS geflohen. Etliche der erwachsenen Frauen tragen Kopftücher. Wieviele können wohl mit Weihnachten überhaupt was anfangen?

„Das fragen wir uns auch“, sagt Lions-Präsident Thomas Pachaly. „Wir haben uns ernsthaft überlegt, ob wir das nicht einfach bleiben lassen sollten. Aber wir machen das trotzdem. Wieviele von den Christen sind denn heute noch religös? Und Weihnachtsgeld bekommt man ja auch unabhängig von Religion und Konfession.“ Pachaly gesteht ein: „Das ist eine Diskussion – auch bei uns. Aber dafür können die Kinder hier doch nichts.“

Die sind durch die Bank ausgespochen diszipliniert, warten bis sie an der Reihe sind und ihr Geschenk bekommen. Und dann setzen sie sich wieder zu ihren Familien an den Tisch. Reden, lachen, naschen ein bisschen von den Süßigkeiten, die Syker Supermärkte gespendet haben. Keine Spur von so hässlichen Szenen, wie es sie vereinzelt in früheren Jahren bei gleicher Gelegenheit schon mal gegeben hat. Aufreißen, einsacken, abhauen? Findet nicht statt!

Was in den Paketen drin ist, weiß übrigens auch der Lions Club nicht. Die Firma Nesemann hat sie zusammengestellt und verpackt. Einen großen Schokoweihnachtsmann gibt es für jeden noch dazu. Und dann klingt die Bescherung für die Tafelkinder langsam aus.

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