Hinsetzen, wünschen und nachdenken

Ein Leben nach Maß ist möglich - und Britta Kattau sagt, wie das geht

Britta Kattau eröffnet die neue Vortragsreihe vom Gesundheitskreis Syke. Foto: Heinfried Husmann
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Britta Kattau eröffnet die neue Vortragsreihe vom Gesundheitskreis Syke. 

Syke - Von Michael Walter. „Das Leben ist kein Wunschkonzert“, sagt der Volksmund. Und er meint: Die Dinge sind so, wie sie sind - und nicht so, wie wir sie gerne hätten. Britta Kattau hält dagegen: „Sein Wunschleben kann man sich erschaffen“, sagt sie. Und sie meint: Dinge, die nicht so sind, wie wir sie gerne hätten, kann man durchaus ändern.

Wie das funktionieren kann, erzählt sie in dem Vortrag, mit dem sie am 31. Januar die neue Veranstaltungsreihe vom Gesundheitskreis Syke eröffnet. Worum es dabei grundsätzlich geht, verrät sie schon jetzt.

„Unser Leben ist oft zu großen Teilen fremdbestimmt“, erklärt sie. „Wir müssen immer funktionieren, es allen recht machen, ständig erreichbar sein und dürfen keine Fehler machen.“ Unterm Strich bedeutet das: Wichtig ist vor allem zunächst mal, dass andere mit uns zufrieden sind. Die Folge daraus ist eine wachsende persönliche Unzufriedenheit. Und die, sagt Kattau, müsse man umwandeln in das, was man vom Leben erwarte.

Entscheidend dafür ist laut Britta Kattau, sich bewusst zu machen, was man eigentlich will. „Viele Menschen können ganz genau sagen: Ich will nicht länger dies und ich möchte nicht mehr das. Aber auf die Frage ,Was willst du denn stattdessen?‘ wissen sie oft keine konkrete Antwort.“

An der Stelle fängt für Britta Kattau der Weg zum Wunschleben an. „Hinsetzen und wünschen“, sagt sie. „Und zwar positiv formuliert. Und dann darüber nachdenken: Wie fühle ich mich dann? Wie würde es mir gehen, wenn dieser Wunsch wahr wird?“ Das, sagt sie, könne die entscheidenden Energien freisetzen, die dann notwendig sind, um diesen Schritt auch tatsächlich zu gehen. Denn ohne die Bereitschaft, Konsequenzen in Kauf zu nehmen, ist der Weg zum Wunschleben schnell wieder zu Ende.

Heißt sinngemäß: Wenn einen seine Arbeit unglücklich macht, kann er sich hundertmal wünschen, dass alles besser wird. Er muss bereit sein, etwas dafür zu tun. Zum Beispiel, sich eine neue zu suchen. Kattau: „Wasch mir den Pelz, aber mach nicht nicht nass - das funktioniert nicht.“ Eine ganz entscheidende Rolle spielt ihrer Erfahrung nach dabei das Selbstwertgefühl.

INFO

Britta Kattau (54) arbeitet hauptberuflich in der Reklamationsabteilung einer Baufirma. Nebenberuflich ist sie seit 2010 als Personel- und Business-Coach sowie als Mediatorin tätig. Forum für ihren Vortrag am Donnerstag, 31. Januar, ist das Seminarhaus Waldstraße 1. Beginn ist um 19 Uhr.

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