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Johannes Huljus ist Bürger des Jahres: „Ihr sollt doch den Ball flach halten“

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Johannes Huljus (rechts) ist Bürger des Jahres 2023. Die Laudation auf den Vorsitzenden des Vereins Rund ums Syker Rathaus und „Erfinder“ der Rüstigen Rentnergang hielt Sykes ehrenamtlicher stellvertretender Bürgermeister Florian Kastner.
Johannes Huljus (rechts) ist Bürger des Jahres 2023. Die Laudation auf den Vorsitzenden des Vereins Rund ums Syker Rathaus und „Erfinder“ der Rüstigen Rentnergang hielt Sykes ehrenamtlicher stellvertretender Bürgermeister Florian Kastner. © Jantje Ehlers

Über sich als Person mag er eigentlich gar nicht viel reden, der Bürger des Jahres 2023, Johannes Huljus. Lieber über Projekte und die Menschen, die es dafür braucht.

Von Claudia Spalkhaver

Syke – Huljus ist ein „Menschenfänger“, bestens vernetzt. Ihm ist es wichtig, die richtigen Leute zusammen zu bringen, damit gute Sachen entstehen können. „Er schafft es immer wieder, Menschen zum Mitarbeiten zu motivieren“, hatte Sykes stellvertetender ehrenamtlicher Bürgermeister Florian Kastner in seiner Laudatio festgestellt. Huljus habe einen aufregenden Lebenslauf. „Aber nicht dafür, sondern für seine ehrenamtliche Tätigkeit in Syke ehren wir ihn heute.“

„Ihr sollt doch den Ball flach halten“, reagierte Johannes Huljus auf die Beschreibung seines ehrenamtlichen Engagements für Syke, für das er nun geehrt wurde. Es sind in mehr als 20 Jahren so einige Projekte zusammen gekommen, bei denen sich der ehemalige Forstdirektor, der lange Zeit auch in der Entwicklungshilfe in Indonesien tätig war, engagiert hat.

„Kommst Du gleich noch mit in die Posthalterei?“, wird Huljus nach dem Neujahrsempfang gefragt. Das Café Alte Posthalterei ist eines der ersten Projekte, die er mit dem Verein Rund ums Syker Rathaus realisiert hat. Huljus ist immer noch gern dort und freut sich, dass in den teils denkmalgeschützten Gebäuden an der Waldstraße Räume entstanden sind, in denen Menschen sich begegnen und austauschen können.

Während Johannes Huljus erzählt, kommt seine, wie er sie nennt, „afghanische Ziehtochter“ vorbei. Er ist mächtig stolz auf sie. Wie auch auf die anderen afghanischen Flüchtlinge, die er betreut, ihnen zu Ausbildung und Arbeit verhilft. Bei einigen seiner Projekte waren sie dabei, besonders bei der Renovierung des Spiekers am Syker Jugendhaus, eines der großen Vorhaben, die Huljus mit Rund ums Syker Rathaus realisieren konnte.

Überhaupt, Jugendarbeit liegt dem Bürger des Jahres am Herzen. Hier arbeitet er eng mit dem Syker Jugendpfleger Abdelhafid Catruat zusammen, bei dem er sich für die Unterstützung und die guten Ideen bedankt.

So wundert es auch nicht, dass das aktuelle Baby von Huljus wieder mit Jugendarbeit zusammen hängt: Am Jugendhaus entsteht gerade der „Skatepark“ (wir berichteten). Dafür brachte Huljus mit seinen Leuten professionelle Planer mit den Jugendlichen zusammen, die den Skatepark nutzen werden, damit eine tolle Idee Wirklichkeit werden kann. Enthusiastisch kündigt Huljus an: Am 12. März ist Einweihung.

Ob er denn mit den „Rüstigen Rentnern“ von Rund ums Syker Rathaus bald neue Dinge in Angriff nehmen will? „Ich habe vieles gern gemacht, es hat mir Spaß gemacht, und solange ich kann, begleite ich das. Aber neue große Bauprojekte fange ich nicht mehr an.“

Aufhören? Na ja, es gäbe ja noch andere, kleinere Sachen, wo er sich einbringen möchte. Der Verein hat Geld aus dem Erlös des Cafés an der Waldstraße. Damit möchte Huljus Vorhaben im sozialen und kulturellen Bereich und in der Jugendarbeit unterstützen. „Wir sind offen für neue Ideen.“

Und da spürt man wieder die Neugierde und die Begeisterung, die den Bürger des Jahres auszeichnet.

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