Nicht bloß vorlesen – sondern auch verstehen

Jennifer Fehrmann von der 6f1 siegt beim Vorlesewettbewerb des Gymnasiums

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Die vier Sieger beim Vorlesewettbewerb am Gymnasium Syke (v.l.) Mads Gertler, Siegerin Jennifer Fehrmann, Emma Peters und Julia Sophie Hirscher. 

Syke - Von Frank Jaursch. Jennifer Fehrmann hat’s drauf. Beim Vorlesewettbewerb im Gymnasium distanzierte die Zwölfjährige aus der 6f1 die anderen Klassenbesten ihres Jahrgangs und holte sich den Schulsieg.

Dieser Wettbewerb ist ein echter Dauerbrenner: Seit fast sechs Jahrzehnten sucht der Börsenverein des Deutschen Buchhandels nun schon an den sechsten Klassen der Schulen die besten Vorleser. Dabei geht es nicht bloß darum, einen Text hübsch zu betonen, erklärt Dr. Ute Jahnke, die seit Jahren den Vorlesewettbewerb am Gymnasium organisiert. „Lesen kann jeder“, sagt sie, „aber das Gelesene zu verstehen – das ist die Kunst.“

Das fällt allen Teilnehmern beim ersten Teil des Kräftemessens naturgemäß ziemlich leicht. Schließlich können sie da aus einem vorbereiteten Text eigener Wahl vorlesen. Mads Gertler aus der 6fl hat sich „Hugos geniale Welt“ von Sabine Zett ausgesucht, die Wahl von Julia Sophie Hirscher (6bl) fiel auf „Das Leben ist zu kurz für kompliziert“ von Andrea Ulmer. Das Textstück von Emma Peters (6f2) stammt aus Jason Segels „Stadt der Schlafwandler“, und Jennifer las aus „Alea Aquarius“ von Tanya Stewner.

Klar, dass alle Klassensieger einiges draufhaben in Sachen Lesetechnik, Textgestaltung und -verständnis. Von den drei Jurymitgliedern, den Deutschlehrern Jahnke, Dr. Regine Schweers und Ralf Bernard gibt es viel Lob.

Die zweite Halbzeit trennt dann die Guten von den richtig Guten. Ute Jahnke hatte sich als ungeübten Text einen Auszug aus Cornelia Funkes „Herr der Diebe“ ausgesucht. „Da ist es schwierig, den Text gut zu lesen, die Stimmung zu erfassen. Und dann noch mit wörtlicher Rede – das ist schon anspruchsvoll.“

Und gut vergleichbar, weil alle vier Teilnehmer nacheinander die gleiche Passage vorlasen. Hier bestätigte sich in den Augen (und Ohren) der Jury die Tendenz: Jennifer war die Beste.

Sie kann sich – wie übrigens alle Finalteilnehmer – über einen Buchpreis aus dem Hause Schüttert freuen, vor allem aber darüber, dass für sie der Wettbewerb noch weiter geht: Sie hat sich für den landkreisweiten Entscheid Anfang 2019 qualifiziert.

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