Idylle am Friedeholz

Das Hotel Deutsche Eiche war beliebter Ausflugsort

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1901 wurde die „Deutsche Eiche“ mit einem neuen Saal ausgestattet. Das Gebäude bestach mit außergewöhnlicher Holzarchitektur und Bemalung. 

Syke - Von Ilse-Marie Voges. Das Hotel Deutsche Eiche dürfte den älteren Bürgern Sykes in Erinnerung sein. In schönster Lage am Friedeholz war es ein begehrter Ausflugsort. 1901 hat der Besitzer Johann Ritterhoff an der Waldstraße 69 einen grandiosen Saal bauen lassen. Die Holzarchitektur mit Schnitzwerk und Stuck auf den Pfeilern, die Bemalung in klassischem dunklen Rot und Beige waren einfach herausragend.

Ausflügler kemen von überall her und saßen im Sommer bei schönem Wetter am Waldrand bei Kaffee und Kuchen. Johanns Sohn Henry übernahm später das Lokal, das immer wieder auch Geschichte schrieb. Um das Publikum bei Laune zu halten, gab es neben dem Sommergarten unter alten Eichen eine Freiluftkegelbahn. Wer einen Platz bekam, konnte auch gleich neben Ritterhoffs Sommergarten Tennis spielen. Dort spielten die Damen um 1900 in langen weißen Kleiderns.

Der Saal war auch für Kinder und Jugendliche von Besonderheit. Es gab Tanzunterricht mit dem Lehrer „Jan ein-zwei-drei“. Er spielte auf der Geige, zählte die Schritte laut und sorgte gelegentlich mit dem Geigenstock für richtige Drehungen – oder was immer auch gerade angesagt war. Viele Feste und Feiern, Konzerte und in den 60er-Jahren Rock‘n‘Roll waren in der Deutschen Eiche angesagt.

Da kehrten auch 1967/68 mal die Spieler von Werder Bremen nach dem Training ein. Sie kamen zum Trainingslager alle zwei Wochen an zwei Tagen nach Syke, übernachteten im Schützenhaus und hielten die Laufeinheiten im Friedeholz ab. Pico Schütz, Seppl Piontek, Max Lorenz und viele weitere kamen auf einen Kaffee in die Deutsche Eiche und saßen im Sommergarten.

Die „Seniorenresidenz Deutsche Eiche“ erinnert mit ihrem Namen sowie mit dem alten, schmucken Holzgiebel an das ehemalige Gasthaus „Deutschen Eiche“. 

Inzwischen gibt es das Lokal nicht mehr. Ein neues Haus steht an gleicher Stelle, der Name „Seniorenresidenz Deutsche Eiche“ erinnert jedoch an vergangene Zeiten, ebenso wie der alte, schmucke Holzgiebel mit der ansehnlichen Architektur vergangener Jahre.

Wanderungen durch das Syker Friedeholz darf man allen Ausflüglers gern emfpehlen. Es gibt viel zu entdecken. „Wald-Weg-Zeichen“ heißt es in freier Natur zwischen Musuem und Vorwerk.

Waldbesucher treffen auf Kunstobjekte aus Holz unterschiedlichster Art. Die thematisieren Verbindungen von Naur und künstlerischem Schaffen. Künstler wie Keuchler, Hirndorf, Osiander, Adam haben hier großartig Kunst integriert.

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