Kommunalwahl am 11. September

Fragen zur Wahl: Bezahlbarer Wohnraum im Stadtgebiet

Welche Partei vertritt welche Position zu wichtigen Syker Themen? Das wollten wir im Vorfeld der Kommunalwahlen am 11. September herausfinden und haben den Parteien, die für den Syker Stadtrat kandidieren, sechs Fragen gestellt. Die Antworten veröffentlichen wir in dieser Woche. Jeden Tag eine.

Heute auf die Frage: Alle reden von „bezahlbarem Wohnraum“. Wie und wo will Ihre Partei den in Syke schaffen?

Ralf Eggers (CDU)

Ralf Eggers (CDU): Für uns steht der bezahlbare Wohnraum in Verbindung mit dem sozialen Wohnungsbau für Bedürftige mit geringem bis mittlerem Einkommen. Die Stadt allein kann den sozialen Wohnungsbau nicht leisten, aber fördern und unterstützen, damit die Baukosten geringer ausfallen. Sie kann städtisches Bauland günstig abgeben, örtliche Bauvorschriften vereinfachen oder städtische Gebäude zur Verfügung stellen. Dezentrale Standorte im Stadtgebiet werden für sinnvoll gehalten.

Heinfried Schumacher (SPD)

Heinfried Schumacher (SPD): 1. Es werden Bundes-/Landesmittel fürSozialen Wohnungsbau beantragt. 2. Die Stadt erwirbt Grundstücke, die zur Wohnbebauung beplant werden, dadurch sinken die Grundstückpreise. Dieser Weg wurde in Syke seit über 40 Jahren nicht mehr beschritten. 3. Die Stadt stellt für Investoren / Privatpersonen Grundstücke auf Erbbaubasis zur Verfügung. Das Verfahren hat sich schon in den 50er und 60er Jahren bewährt. 4. Die Stadt gründet eine Wohnungsbaugesellschaft, allein oder mit Beteiligung. Diese Gesellschaft errichtet Wohnungen auf städtischen Grundstücken.

Heinz-Jürgen Michel (Grüne)

Heinz-Jürgen Michel (Grüne): Syke soll zusammen mit Nachbarkommunen eine Wohnungsbaugesellschaft gründen. Die Stadt stellt der Genossenschaft Grundstücke zur Verfügung, die dann ohne Rendite-Interesse bebaut werden könnten. Die Gesellschaft kann zudem Altbauten modernisieren und Menschen mit geringem Einkommen die Chance geben Wohneigentum zu erwerben. In Neubaugebieten werden Investoren verpflichtet, beispielsweise 25 Prozent der Wohnungen für Geringverdiener einzuplanen.

Reinhard Hansemann (FDP)

Reinhard Hansemann (FDP): Bezahlbarer Wohnraum kannaufgrund der hohen Grundstückspreise und der von den Investoren dort verlangten Mieten nicht in der Syker Innenstadt liegen, sondern nur in den Randgebieten. Hier müssten Wohnungsbaugesellschaften gewonnen werden, die auf günstigen Grundstücken in einfacher Bauweise bezahlbare Wohnungen schaffen.

Gabriele Beständig (FWG)

Gabriele Beständig (FWG): Mehrere Lösungsansätze sind zu verfolgen: Eine kommunale Wohnungsgesellschaft, gegebenenfalls gemeindeübergreifend, Genossenschaftsmodelle sowie Projekte mit Vorhabenträgern, die sich zur Errichtung preiswerten Wohnraums verpflichten. Die Stadt könnte dafür eigene Grundstücke einbringen beziehungsweise bereitstellen.

André Fieseler (Linke)

André Fieseler (Linke): Wir wollen dass alle Menschen eine bezahlbareWohnung finden. Niemand sollte sich mit einer Wohnung abfinden müssen, die entweder zu teuer oder zwar günstig, aber nicht wohnlich genug ist. Wohnen ist ein Menschenrecht, und gutes Wohnen macht einen lebenswerten Alltag erst möglich. Die Stadt Syke sollte also Projekte zur Wohnraumschaffung fördern, die gerin

 können.

Weitere Fragen zur Wahl in Syke:

Gängeviertel – selber machen oder machen lassen?

Ortsräte abschaffen oder behalten?

Welche Entwicklungen möchten Sie anschieben?

Schulden machen oder abbauen?

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