Alles reine Übungssache 

Stadt betrachtet Baustelle Lindhofstraße als Chance für die Zeit „danach“

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Gelb eingezeichnet: Die Hol- und Bring-Zonen am Riederdamm, am Parkplatz Schloßhof und an der Berliner Straße sowie die Fußwege von dort zum Gymnasium und zur Grundschule.

Syke - Von Michael Walter. Relativ gelassen blicken die Verantwortlichen im Rathaus auf die Lindhofstraße: Wenn am Donnerstag der erste Schultag nach den Sommerferien beginnt, dürfte es im Bereich der Großbaustelle zwar noch enger werden als ohnehin schon. Dem können Erster Stadtrat Thomas Kuchem und Lars Brunßen vom Tiefbauamt aber durchaus positive Aspekte abgewinnen. „Im Grunde ist das jetzt eine prima Gelegenheit zum Üben“, findet Kuchem.

Noch mehrere Monate wird an der wichtigsten Zufahrt zum Schulzentrum an der La-Chartre-Straße gebaut. Aktuell ist die Zufahrt zum gemeinsamen Parkplatz für die Grundschule am Lindhof und das Gymnasium nur eingeschränkt nutzbar. 

Das direkte Vorfahren zum Haupteingang der Grundschule ist bis auf Weiteres sogar überhaupt nicht möglich. „Und das ist genau die Situation, wie wir sie auch nach Fertigstellung der Baustelle haben möchten“, sagt Brunßen. Heißt: Alle Betroffenen hätten jetzt reichlich Zeit, sich schon mal an die Situation zu gewöhnen.

Verkehrsberuhigung beginnt im Kopf

Nach Ende der Bauarbeiten wird die Lindhofstraße durchgehend in beide Richtungen befahrbar sein. Jedoch verschwinden die Parkbuchten vor der Grundschule komplett. Und weil dort in der Vergangenheit auch in zweiter und dritter Reihe geparkt worden ist, wird der Abschnitt vor dem Haupteingang baulich so verengt, dass Parken vor der Schule gänzlich unmöglich wird.

„Es gibt keine Notwendigkeit, direkt vor der Schule zu parken“, sagt Thomas Kuchem. „Wer seine Kinder mit dem Auto zur Schule fährt, kann dafür die Bring- und Abholzonen nutzen, die wir in der Nähe eingerichtet haben.“

Drei Stück gibt es davon: Eine am Riederdamm, eine zweite auf dem Parkplatz am Schloßhof, neben dem ZOB. Von beiden ist das Schulzentrum in wenigen Schritten zu Fuß zu erreichen. Die dritte liegt nur eine Parallelstraße entfernt an der Berliner Straße. Auch von dort führt ein Fußweg Richtung Schulzentrum. Er mündet nach nur 100 Metern gegenüber der La-Chartre-Straße, wo bisher der Zebrastreifen war. „Der kommt dort auch wieder hin“, sagt Lars Brunßen. Und um dort auch gleich das Tempo herauszunehmen, wird er als Huckel gebaut.

„Die Lindhofstraße ist jetzt absolut unattraktiv für den Bring- und Abholverkehr“, sagt Thomas Kuchem mit Blick auf die Baustelle. „Das ist ein Anreiz, andere Wege zu nutzen. Und wenn ich das jetzt während der Baustelle mache, spricht doch nichts dagegen, das hinterher beizubehalten.“

Das sieht Lars Brunßen ähnlich. „Verkehrsberuhigung fängt bei jedem Einzelnen im Kopf an – und das Einhalten der Verkehrsregeln. Wenn man das will, kann man das auch schaffen.“

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