Zwischen Syke und Heiligenfelde

Chaos wegen B6-Sperrung bleibt aus – aber mitunter wird es sehr eng

Ab der Kafu-Kreuzung ist die B 6 in Richtung Heiligenfelde gesperrt. Anlieger dürfen durch. Das gilt übrigens auch in Heiligenfelde für die Kunden der Betriebe an der Bundesstraße.
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Ab der Kafu-Kreuzung ist die B 6 in Richtung Heiligenfelde gesperrt. Anlieger dürfen durch. Das gilt übrigens auch in Heiligenfelde für die Kunden der Betriebe an der Bundesstraße.

Seit Montag, 6. September, und von da an planmäßig für acht Wochen ist die B6 zwischen Syke und Heiligenfelde gesperrt. Im Vorfeld gab es deswegen Bedenken der Anwohner.

Heiligenfelde – Das befürchtete Chaos ist weitestgehend ausgeblieben: Trotz der beginnenden Großbaustelle auf der B6 lief der Verkehr am Montag größtenteils normal. Bei Polizei und Stadtverwaltung sind keine größeren Störungen bekannt, und auch Beschwerden der Anwohner halten sich bisher in überschaubaren Grenzen.

Bis Ende Oktober ist die B 6 zwischen der Kafu-Kreuzung und Heiligenfelde gesperrt. Die Straßenbauverwaltung Nienburg saniert in mehreren Abschnitten die Fahrbahn (wir berichteten). Zwei Umleitungen sind ausgewiesen: Eine von Heiligenfelde über Gödestorf und Schnepke, und die zweite über Halbetzen und Henstedt.

Ortsbürgemeister Wilken Hartje: „Insgesamt geht es“

„Insgesamt geht es“, ist der erste Eindruck von Ortsbürgemeister Wilken Hartje. Die Situation sei lediglich etwas gewöhnungsbedürftigt. Die Baustellenampel am Beginn der Umleitung in Richtung Gödestorf empfindet er als sehr sinnvoll. „Weil sie verhindert, dass der Verkehr ungebremst auf den Baustellenbereich zufährt.“ Das gute Wetter kommt für ihn noch hinzu: „Bei schönem Wetter ist alles einfacher.“ Wenn mit dem Herbst das norddeutsche Schmuddelwetter einsetzt, müsse man sehen, was passiert, wenn auf den deutlich schmaleren Umleitungsstrecken die Seitenräume durchweichen.

Die im Vorfeld erwarteten Schleichverkehre links und rechts der B6 (auf der einen Seite über die Clueser Straße , auf der anderen über Am Schwarzen Meer) hat die Stadt mit „Durchfahrt-Verboten“-Schildern abgeriegelt. Nur Anlieger dürfen dort noch lang.

Das ist die engste Stelle von beiden Umleitungen: Die Einmündung Kirchplatz/Königstraße in Heiligenfelde. Wenn in dieser Situation ein anderer Lkw entgegen kommt, wird’s knifflig.

Das sei doch die Gelegenheit, die Einnahmen kräftig zu verbessern, indem man das Verbot auch streng kontrolliert, hatten Anlieger in dem Zusammenhang angeregt. Wilken Hartje widerspricht: „Die Stadt darf nur den ruhenden Verkehr kontrollieren. Der fließende Verkehr ist Sache von Landkreis und Polizei. Die Polizei weiß Bescheid und kontrolliert auch. Aber die werden auch nicht Tag und Nacht dort stehen.“

Die engste Stelle auf beiden Umleitungen liegt im Bereich der Einmündung Kirchplatz/Königstraße in Heiligenfelde. Wenn sich an dieser Stelle zwei große Lastwagen entgegen kommen, wird’s knifflig und insgesamt eher eng.

B6-Sperrung: Wichtig, dass Steimke nicht abgeschnitten wird

In Syke hat das Straßenbauamt Nienburg aus dem zeitlich begrenzten Parkverbot entlang der Waldstraße vorübergehend ein absolutes Halteverbot gemacht. Damit die Autos am Straßenrand den stärkeren Verkehr auf der Umleitungsstrecke nicht behindern.

Und für die Stadtverwaltung war wichtig, dass Steimke nicht abgeschnitten wird. Nienburg hatte ursprünglich geplant, Steimke lediglich über den Langenkamp mit der Außenwelt verbunden zu lassen. Also grob über die Strecke Hoope-Hallenbad. Das war der Stadt zu wenig. „Eine Anbindung an die B 6 wird immer offen bleiben“, sagt Freya Söchtig vom Ordnungsamt. „Entweder über die Steimker Straße oder über die Steimker Mühle“.

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Zählungen der letzten Jahre haben ergeben: Zwischen 14.000 und 21.000 Fahrzeuge rollen jeden Tag auf der B6 durch Syke. Ein großer Teil davon Lkw. Die sind im Moment definitiv nicht da. Probehalber sind wir am Montag mehrmals beide Umleitungen abgefahren. Tagsüber kamen uns auf der Gödestorfer Strecke sieben Lkw entgegen, auf der Henstedter keiner. Im Feierabendverkehr waren es über Gödestorf maximal acht und über Henstedt zwei. Und insgesamt war der Eindruck nicht annähernd so, als würde man Stoßstange an Stoßstange fahren. Für die Stadtverwaltung ist das keine große Überraschung. Bürgermeisterin Suse Laue: „Der Fernverkehr umfährt Syke weiträumig.“

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