Eröffnung im kommenden Frühherbst

Baustart für das Goldhort-Museum

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Siebenfacher Spatentisch: v.l.) Mischa Flaspöhler (Landkreis-Fachdienst Liegenschaften), Landrat Cord Bockhop, Thomas Windgassen (EWE), Dr. Ralf Vogeding (Kreismuseumsleiter), Hermann Karnebogen (Avacon), Günter Günnemann (Freunde des Syker Kreismuseums) sowie Jürgen Schlake (Bauleiter und Architekt). 

Syke - Auf diesen Tag haben die Freunde des Gesseler Goldhorts lange gewartet: Auf dem Gelände des Kreismuseums in Syke ist am Freitag der offizielle Spatenstich für den Anbau gesetzt worden, der künftig die „Schatulle“ für die legendäre Goldschatz-Geschichte sein wird. 3 300 Jahre hatte dieser Schatz im Erdreich des Syker Ortsteils Gessel geruht, bis er im Zuge des Baus der NEL (Nordeuropäische Erdgasleitung) im April 2011 ans Tageslicht gekommen war.

117 Teile umfasst der Goldschatz, der etwa 1,7 Kilogramm schwer ist. Bei der Eröffnung des neuen Museums-Anbaus am Kreismuseum Syke soll er vollständig zu sehen sein – wenn auch nur für kurze Zeit. Das kündigte Landrat Cord Bockhop am Freitag an – und ließ wissen, dass der Anbau aller Voraussicht nach „nach der Sommerpause“ 2019, also im Frühherbst eröffnet wird. Danach sollen regelmäßig zumindest Stücke aus dem außergewöhnlichen Fund in Syke präsentiert werden.

Eigentümer des Goldschatzes ist das Land Niedersachsen, das den Gesseler Goldhort zurzeit im Landesmuseum Hannover präsentiert. Sollte das einmal enden und der Goldschatz möglicherweise ins Archiv wandern müssen, bot Landrat Bockhop Unterstützung an: „Wir haben ein ganz besonderes Archiv“, schmunzelte er – und meinte damit den neuen, 400 Quadratmeter großen Museumsanbau. Für 2,3 Millionen Euro wird er auf dem Gelände des Kreismuseums errichtet – und präsentiert im Erdgeschoss die Pipeline-Archäologie und die Entdeckung des Goldschatzes. Im Untereschoss, dessen Blickfang auf dem abschüssigen Gelände eine große Fensterfront zum Freibadbereich ist, soll es Experimentier- und Forschungsstationen für die Besucher geben. Am pädagogischen Konzept werde bereits gearbeitet, hieß es.

Für die Finanzierung des ehrgeizigen Projekts hatte der Landkreis drei Groß-Sponsoren gefunden. Die Energieversorger EWE und Avacon stellen für den Bau je 200 000 Euro zur Verfügung, die „Freunde des Syker Kreismuseums“ 400 000 Euro. Außerdem leisten die Kulturbetriebe des Landkreises Schützenhilfe. Aus den Rücklagen der Kreismusikschule fließen 531 000 Euro in den Bau, aus denen der Volkshochschule sogar 1,27 Millionen Euro und aus Eigenmitteln des Kreismuseums kommen noch einmal 580 000 Euro dazu.

Der Entwurf des Anbaus stammt vom Architektenbüro Freitag-Hartmann-Sinz aus Berlin, das den vom Landkreis ausgelobten Wettbewerb gewonnen hatte – und eigentlich handgebrannte Dachziegel für den „Monolithen“ empfohlen hatte, der direkt am Kreismuseum entsteht. Doch darauf verzichtet der Landkreis – aus Kostengründen.

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