Müllsünder verursachen Kosten

Unbekannte entsorgen in Barrien illegal Abfall

Neben einem Altpapiercontainer liegen Plastik-Abfälle und ausrangiertes Spielzeug. Auch einen Gartentisch hat dort jemand entsorgt.
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Keine so gute Idee: Einfach mal den eigenen Sperr- und Hausmüll auf öffentlichem Grund deponieren.

Unbekannte Täter deponieren immer wieder ihren Abfall neben Altpapier- oder Altglas-Containern. Das verursacht unnötige Kosten und findet Nachahmer.

  • In Syke sind immer wieder Müllsünder aktiv.
  • Die Täter laden ihren Abfall neben Altpapier- oder Altglas-Containern ab.
  • Die Stadt zeigt jeden überführten Täter an.

Barrien – Staubsauger und Wäschekorb, Regenschirm und selbst gemaltes Bild, Rasenmäher-Auffangkorb und Transportbox für Katzen: Wer immer diese buchstäblich bunte Mischung aus ausrangierten Kunststoffgegenständen zwischen den Containern für Altglas, Altpapier und Altkleidern in der Landschaft drapierte, hatte eine eigenwillige Vorstellung von Ästhetik.

Die kleine „wilde Müllkippe“, die teilweise auf dem Elternparkplatz der Barrier Grundschule, teilweise auf dem Gelände des Barrier TC entstanden war, sorgte für Kopfschütteln bei Passanten. Und für Augenrollen bei den Verantwortlichen. „Das Phänomen haben wir immer wieder“, seufzt Freya Söchtig vom Ordnungsamt der Stadt.

Müllentsorgung in Syke kostet Geld - und sorgt für Nachahmer

Die illegale Müllentsorgung ist doppelt ärgerlich. Zum einen, weil die – mittlerweile erfolgte – Entsorgung Geld kostet. „Geld aus unser aller Tasche“, sagt Söchtig. Und zum anderen, weil derartige Aktionen oft dafür sorgen, dass andere ihren Müll kurzerhand gleich daneben stellen. „Lemminge-Effekt“ nennt Söchtig das.

Wenn Täter erwischt werden, komme es sofort zu einer Anzeige bei Polizei oder beim Landkreis. „Das ist kein Kavaliersdelikt“, betont die kommissarische Leiterin des Ordnungsamtes. Aus diesem Grund würde der Müll auch untersucht, um Hinweise auf den vorherigen Eigentümer zu finden. Dass tatsächlich nicht nur Namen, sondern sogar komplette Adressen im Müll gefunden werden, lässt den Schluss zu, dass die Rücksichtslosigkeit mancher Täter noch von ihrer Dämlichkeit übertroffen wird.

Entsorgung ist für Barrier TC ein wiederkehrendes Problem

Auch für Wolfgang Held, den Vorsitzenden des Barrier TC, ist der Müll neben den Containern ein wiederkehrendes Problem. „Damit werden wir das ganze Jahr über konfrontiert.“ Diesmal war es ein kleiner Haufen Mädchenspielzeug neben den Altkleider-Containern.

Held weist darauf hin, dass die „Videoüberwachung“-Schilder kein Fake seien. „Wir können schon nachvollziehen, wer das macht.“ Vor Gericht seien die Aufnahmen aber nicht verwendbar. Im Idealfall bringe ohnehin eine direkte Ansprache des Übeltäters mehr Einsicht – und damit weniger Wiederholungsgefahr, zeigte sich Held überzeugt.

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