Band 1922 gibt das Ende bekannt

Traurige Nachricht nach tollem Konzert

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Die Musikerinnen von 1922 überzeugen das Publikum im Kreismuseum. 

Syke - Von Angelika Kratz. Auf die Frage „passt eine junge Schülerband unter die uralten Balken eines Syker Kreismuseums?“, gab es am Freitagabend nur eine Antwort „Ja“. Als Zweitplatzierte ging die Gruppe 1922 aus dem Songwettbewerb „Rosa“ 2017 des Rotary-Clubs hervor. Ihre umwerfende Performance überzeugte auch den Syker Kulturverein „JazzFolkKlassik“ (JFK), der die fünf Mädels vom Schulzentrum Bruchhausen-Vilsen kurzerhand engagierte.

Die historische Kulisse war in buntes Neonlicht getaucht, während das Organisationsteam von JFK immer mehr Stühle aufstellen musste. „Damit hat wohl keiner gerechnet“, staunte ein Papa aus dem Publikum. Die Nachwuchsmusiker Paula Schulte, Finia Osterholz, Andrea Sikut, Jana Bormann und Michelle Kestner wurden von einem sichtlich begeisterten Ulf Kaack von JFK begrüßt. Es war das fünfte Konzert der Hoffnungsband.

Mit „Little Talks“ (Of Monsters and Men) startete „1922“, wechselte instrumental und gesanglich zu „Touch a new Day“(Lena Meyer Landrut) und anschließend zu „Zombie“ (Cranberries). Die Elektrogitarre wurde zur menschlichen Stimme, das Keyboard ergriff die Gitarre, auf dem Cajon saß mal Paula oder Andrea, und überhaupt überzeugten auch Finia, Jana und Michelle mit ihren gesanglichen Einlagen.

„1922“ - Indie-Folk im Syker Kreismuseum

 © Ulf Kaack
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 © Ul f Kaack
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 © Ulf Kaack

Lampenfieber tauschte das Quintett eher mit fühlbarem Spaß und manchmal ging eine Textzeile oder der Einsatz im Lachen unter. 1922 ist eben nicht so alt wie der Name vermuten lässt. Vielmehr ist dieser ganz zufällig um 19.22 Uhr am 11. Februar 2016 entstanden, als ihre Lehrerin bei einer Musikfreizeit verkündete: „ihr seid die neue Schulband.“ Der Schock saß bei den mittlerweile 17-jährigen Mädels nur kurz, und dann war klar: „Wir müssen das machen.“

Herausgekommen ist nach zwei Jahren eine wahrlich hörbare Gruppe voller Selbstbewusstsein, stimmlichem und musikalischem Potenzial, das darauf wartet, weiter gefördert zu werden. Aber nach vielen weiteren aktuellen Hits aus den Charts und eher ungelisteten Liedern, wie einem Schulsong, kam die große Ernüchterung im Kreismuseum.

Band 1922 zieht Schlussstrich

„Unser fünftes Konzert gilt als Schwanengesang, ich ziehe weg, und die anderen bereiten sich aufs Abi vor“, gab Paula das traurige Ende von 1922 bekannt. Das hoffnungsträchtige Projekt pausiere damit, vielleicht würde man noch einmal zusammenfinden, aber auf jeden Fall soll nach der tollen Zeit der Kontakt nicht abbrechen. Etwas bestürzte Gesichter gab es im Publikum, denn offensichtlich wussten die meisten nichts vom Schlussstrich. Entsprechend wurde vehement nach Zugaben gefragt. Ein großes Dankeschön ging an JFK und der damit verbundenen musikalischen Erfahrung und Unterstützung.

Wirklich schade ist der Entschluss der Band, dennoch mutig, den eigenen realistischen Weg im Auge zu behalten. Zu hoffen bleibt, dass die Musik Paula, Finia, Andrea, Jana und Michelle wie ein verbindendes Band begleiten wird.

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