Syke: Bau-Ausschuss

Zwei Baugebiete auf Eis gelegt, für drei andere den Arbeitsauftrag erteilt 

Syke - Von Michael Walter. Zwei Baugebiete auf Eis gelegt und im gleichen Atemzug für drei andere den Arbeitsauftrag erteilt – Der Bauausschuss des Syker Rats hat am Donnerstag Abend eine ganze Reihe Pflöcke eingeschlagen.

Einstimmig empfahl das Gremium, die Planungen für das Baugebiet Wiesenstraße einzustellen und dafür ein Baugebiet auf 24 000 m² stadteigener Fläche am Hallenbad zu entwickeln. Begründung: An der Wiesenstraße trete der Planungsprozess seit geraumer Zeit auf der Stelle. Dagegen habe die Stadt mit einer Entwicklung am Hallenbad die Möglichkeit, vom Erlös einen Teil der Hallenbad-Sanierung zu finanzieren.

Ähnlich stellt sich die Situation in Barrien dar: Seit 2012 ist dort die Erweiterung des Baugebiets Sündenberg ein Thema. Bloß: Es geht nicht voran. Wilken Hartje (CDU): „Leider mussten wir jetzt feststellen, dass der Investor immer noch nicht mit allen Grundbesitzern gesprochen hat. Dagegen hat das Gebiet Moorheide den Sündenberg 2 sozusagen rechts überholt.“ Dort seien die Eigentumsfragen geklärt, das Gebiet sei praktisch baureif. Für Hartje heißt das in der Konsequenz: „Macht doch die Moorheide!“

Der Barrier Ortsrat, der gemeinsam mit dem Ausschuss tagte, sah das ähnlich. Ortsbürgermeister Manfred Nienaber seien die Aussagen des Sündenberg-Investors „zu wischiwaschi“ Auch er empfahl: „Schließt die Planungen am Sündenberg vorerst ab, und dafür mit Vollgas in die Moorheide!“

Bis zu 30 Bauplätze in Heiligenfelde

Auf Anregung des Heiligenfelder Ortsrats empfahl der Ausschuss darüber hinaus auch die Aufnahme einer Fläche nördlich des Mühlenkamps in die Planungen. Dort könnten relativ kurzfristig 25 bis 30 Häuser entstehen.

Diese Vorschläge stießen auf allgemeine Zustimmung im Ausschuss. Günter Brockhoff (FWG) lobte: „Es scheint, als hätten wir heute einen guten Schritt nach vorn gemacht.“

Die Stadtverwaltung gab ergänzend den Hinweis: Auch im Bereich Siebenhäuser  / Hoyaer Berg sowie an der Westernheide gebe es in Syke noch Entwicklungen. Da die Verwaltung aber nur eine begrenzte Menge an Planungsaufträgen bearbeiten könne, werde man den drei Gebieten am Hallenbad, an der Moorheide und in Heiligenfelde Vorrang einräumen.

Fachbereichsleiter Hein Sievers hatte im Verlauf der Debatte seinen Stadtplaner Wolfram Schneider gegen Vorwürfe aus dem Gremium ausdrücklich in Schutz genommen. Es sei weder fair noch wahr, zu unterstellen, in seiner Abteilung passiere zu wenig. „Wir haben jedes Jahr 180 Bauanträge bearbeitet. Die Einwohnerzahl ist seit Jahren kontinuierlich gestiegen und steigt weiter. Ich gehe davon aus, dass diese Leute alle in Wohnungen schlafen.“ Sein Fazit: „Es wird in Syke nach wie vor gebaut, und es wird nach wie vor zugezogen.“

Das sei grundsätzlich gut, führte Sievers weiter aus, bedeute aber auch immer die Notwendigkeit, die Infrastruktur entsprechend anzupassen. Exemplarisch nannte er Kindergärten, Straßen, Ver- und Entsorgung. Das bedeute Folgekosten, die man im Blick behalten müsse.

Rubriklistenbild: © dpa

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