Sundown Skifflers begeistern mit ihrer eigenwilligen Mixtur im Rahmen des Garten-Kultur-Musikfestivals im Europagarten

„Lady Madonna“ vom Waschbrett

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Die Sundown Skifflers begeistern im Europagarten.

Syke - Von Dagmar Voss. Für Kohle und ’ne Kiste Bier wollten sie spielen, und falls das nicht zur Hand sei, nähmen sie auch Geld, hieß es in ihrem Auftaktlied. Dass dazu auch noch jede Menge gute Laune vermittelt wurde, mussten die Sundown Skifflers nicht versprechen, das klappte ganz schnell über ihre Musik.

Am lauen Samstagabend spielte die sechsköpfige Skiffle-Band mit ihrer eigenwilligen Mixtur im Rahmen des Garten-Kultur-Musikfestivals auf, und das Publikum im Europagarten genoss es sichtlich. Gute Laune und klatschende Hände, lächelnde Gesichter und wippende Schultern waren allenthalben zu sehen.

„Wir verskiffeln die Stücke, das muss euch nicht wundern“, meinte Leadsänger Jürgen Schierwater und brachte zu den so behandelten Oldies aus Beat, Soul und Pop der 1960er- bis 1990er-Jahre, oder auch mal Gospel – und auch ab und an zur Band – immer wieder seine amüsanten Bemerkungen.

Mit von der Partie waren Thomas Abbe von Dühren (Waschbrett), Hanne Tourowski (Gesang, Gitarre), Martin Seifert (Keyboard), Claas Hube (Bass) und Rollo Peters (Gitarre, Banjo, Eierschneider).

„Verskiffelt“, also mit Waschbrett und Banjo in den typischen Skifflesound gebracht, wurden „Looking out my backdoor“ von CCR, „Rosetta“, „Lady Madonna“ oder „Rolling Stone“. Ebenso „Hit the Road Jack“ von Ray Charles. Der Beatles-Hit „Can’t buy me Love“ und der Sailor-Klassiker „Girls Girls Girls“ waren weitere Stücke aus ihrem Repertoire.

Zu den individuell gecoverten Beiträgen gesellten sich jede Menge deutsche Songs mit witzigen Texten, die mit skurrilen Geschichten eingeführt wurden. So die Frage in die Runde, ob es eine Marlene im Publikum gebe. Denn „Marlene“ war die Protagonistin für den Song, in dem sie dem Sänger eine Creme reichen soll, immerhin sei er schon „ganz verbrannt im Syker Sand“.

Oder die komische Hymne für die Griechen, „Der Offenbarungseid“, bei der rauskommt, dass man nichts zu pfänden habe.

Immer im Dialog mit dem Publikum erzählte Jürgen Schierwater vom Kiffen, nicht zu verwechseln mit dem Verskiffeln. Nicht zu lange her sei es, dass ein holländischer Moderator sie als „Showdown Kiffers“ angekündigt habe; nach dem Hinweis auf den richtigen Namen, haben sie immerhin den Hinweis erhalten, dass sie doch eh alle kiffen.

Für sonstigen leiblichen Genuss gab es neben den Selbstversorgern mit ihrem Picknick zwei Stände mit Getränken und Snacks, so dass es ruhig etwas länger gehen konnte mit dieser lebenslustigen und spielfreudigen Band.

Mit ihrer handgemachten Musik ohne großen technischen Aufwand und ohne Sequenzer schufen die Sundown Skifflers eine entspannte Atmosphäre.

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