Bedenken beseitigt

Syker Wohn-Mix: Auf der Suche nach Seelenverwandten

Das Baugelände an der Bassumer Straße – wenn es nach den Genossenschaftlern des Syker Wohn-Mix geht, kann es bald losgehen mit dem genossenschaftlichen Projekt. 

Syke. Detlef Voges - Rudolf Ruff und Karl-Otto Friesen freuen sich. Die beiden Herren sind Mitglieder Wohnprojekt-Genossenschaft „Syker Wohn-Mix eG“. Das Projekt soll an der Bassumer Straße 17 entstehen: Acht Wohnungen, je vier in zwei Häusern, 60 bis 110 Quadratmeter groß, barrierefrei. „Vier große Wohnungen, zwei mittlere und zwei kleine“, sagt Friesen.

Ruff und Friesen freuen sich, weil sie dank des Syker Rates etwas in der Hand haben. Das Stadtparlament hatte am 15. März den vorhabenbezogenen Bebauungsplan für den Syker Wohn-Mix beschlossen.

Die siebenköpfige Genossenschaft kann nun handeln. Die Baugenehmigung erwartet sie nach Ostern. Jetzt suchen die Genossenschaftler nach einen Generalunternehmer, der die beiden Gebäude schlüsselfertig hinstellt. „Wir rechnen mit der Fertigstellung Anfang nächsten Jahres“, sagt Ruff, der jetzt noch in Barrien wohnt, dann aber an die Bassumer Straße umziehen wird. „Unser Grundstück hier ist zu groß. Dort sind wir mitten in der City, können alles zu Fuß erreichen“, erklärt er.

Geplant ist eine energieeffiziente Bauweise mit Wärmepumpentechnik, vielleicht auch Fotovoltaik. „Auf jeden Fall energiesparend“, sagt Ruff.

Der Erfolg ist den Gennossenschaftlern nicht in den Schoß gefallen. „Wir mussten darum kämpfen“, betont Friesen und spricht von Kompromissen, besonders, was die Höhe der Häuser anbelangt. Auf Erdgeschoss und Obergeschoss habe man sich mit der Stadt geeinigt.

Das Grundstück war nicht einfach zu beplanen. Eng zur Bassumer Straße hin, weitet es sich im hinteren Bereich aus. Dort entstehen auch die zwei Häuser, die wie eine Pfeilspitze angeordnet sind. Vorgesehen sind elf Außenparkplätze. Stolz sind die Genossenschaftler auf den großen Gemeinschaftsraum zwischen den beiden Häusern, das Herzstück des Projekts.

Behoben sind auch die anfänglichen Bedenken der Politik: zu enger Eingangsbereich, Probleme für Feuerwehr und Entsorger.

„Alles geklärt, die können mit ihren großen Fahrzeugen rangieren“, so Friesen.

Alles andere als gängig

Der Syker Wohn-Mix ist alles  andere als ein gängiges Wohnprojekt. Der genossenschaftliche Gedanke dominiert das Vorhaben. Friesen spricht von basisdemokratisch. Heißt: Die siebenköpfige Genossenschaft hat das Grundstück gekauft und vermietet die Wohnungen an ihrer Genossenschaftler. Die zahlen Miete an die Genossenschaft, also eigentlich an sich selbst.

Wer mietet, muss der Genossenschaft beitreten und den genossenschaftlichen Gedanken mittragen. Die Gemeinschaft soll passen, auch und besonders von der Philosophie her. Gewinne sind ohnehin nicht geplant. „Wir wollen mit diesem Modell günstigen Wohnraum schaffen und ihn der Spekulation entziehen“, erklärt Ruff. Auch für ihn geht es um selbstbestimmtes Wohnen von Menschen, die eine Idee eint.

Diese Seelenverwandtschaft erwarten beide auch von den neuen Mietern. Denn zwei Wohnungen sind noch zu haben: eine größere und eine mittlere. „Es können auch junge Leute sein, wir wollen ja kein Altersheim sein“, hebt Friesen hervor.

Bei Nachfragen stehen Friesen (04242/77108) und Ruff (04242/936285) für Auskünfte zur Verfügung. Kontakte sind auch per Mail möglich:

friesen.sywomix@ewe.net oder rudolfruff@web.de

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