Gartenarchitektin Katja Purnhagen zeigt Parks und Gärten

Suche nach der harmonischen Einheit

Spannende Einblicke in ihre Arbeit als Gartenarchitektin vermittelte Katja Purnhagen bei ihrem Vortrag im Kreismuseum. Rechts Andreas Hofer vom Arbeitskreis Gartenkunst. - Foto: Husmann

Syke - Von Dieter Niederheide. „Einen Garten anzulegen, bedeutet, individuell ein Gartenzimmer zu gestalten“, sagte Gartenarchitektin Katja Purnhagen bei ihrem Vortrag über Gartenräume und Blickachsen am Freitagabend auf der Kreismuseums-Diele. Auf der Leinwand präsentierte sie das grüne Wohnzimmer der Stockholmer – den Rosendals Trädgard –, den Bürgerpark in Bremen, die Anlage bei Schloß Ippenburg sowie Privatgärten in Syke, Weyhe und ihren eigenen Garten in Menninghausen (Sudwalde).

Die Diele war bis auf den letzten Platz besetzt, als Andreas Hofer vom veranstaltenden Arbeitskreis Gartenkunst und Kultur den Abend einleitete. Am Ende gab es für die Besucher unter anderem eine Hokkaido-Kürbissuppe mit Äpfeln, Zwiebel, Ingwer und Gewürzen sowie ein Kürbis-Dessert. Zubereitet hatte die Leckereien Landwirt und Hobbykoch Hermann Meyer-Toms (Biolandhof Schwarme).

Katja Purnhagen verstand es die Besucher dazu zu bringen, nach ihren Ausführungen den eigenen Garten aus einem anderen Blickwinkel anzuschauen. Die Referentin verdeutlichte, dass es nicht zuletzt darum geht, den Garten mit dem Haus und der umliegenden Landschaft zu einer harmonischen Einheit zu verbinden. Sie zeigte verschiedene gestalterische Lösungen auf, darunter auch Gärten, die sie als Gartenarchitektin gestaltet hatte.

Wenn sie in ihrer Profession tätig ist, spitze sie stets die Ohren, um zu ergründen, was der Auftraggeber für Vorstellungen hat, berichtete sie. Herzstücke seien oft die Sitzecken, von denen aus die Menschen einen Blick in die Weite der Landschaft haben. So sei es durchaus möglich, das Eine oder Andere aus Parks wie den Bremer Bürgerpark in Gartenanlagen am Haus umzusetzen.

Wichtig seien beispielsweise die Blickfänge, für den einen die Buddhafigur, für andere lustige Puppen. Hauptsache für sie sei, dass die Menschen, die im Haus und Garten leben, damit glücklich sind. Es gelte, den Garten liebenswert zu machen, sagte Katja Purnhagen am Ende.

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