Expertentag in der Realschule: Unternehmen machen Jugendlichen Ausbildungsberufe schmackhaft

Auf der Suche nach der eigenen Zukunft

Experten-Tag in der Realschule Syke. Foto: Heinfried Husmann

Syke - Von Horst Meyer. Berufsfindung ist für Realschüler des neunten Jahrganges ein aktuelles Thema. Nicht jeder hat klare Vorstellungen vom Leben nach der Schule. „Wir bieten den Schülern seit 15 Jahren einen Expertentag“, berichtet Anne-Christine Lumpp, die mit ihrem Kollegen Christian Reincken den diesjährigen Orientierungstag vorbereitet hat.

„Firmen kommen zu uns in die Schule, um für Ausbildungsberufe zu werben. Wir versuchen dabei, ein möglichst breites Spektrum, anzubieten. Insbesondere auch handwerkliche Berufe“, führt sie weiter aus. In diesem Jahr waren aus Syke die Polizei, das Finanzamt, die AOK und die Volksbank dabei. Außerdem stellten die Bundeswehr, KMH Maschinenbau aus Bassum, Cordes & Gräfe aus Weyhe, Daimler aus Bremen, BASF aus Lemförde, die Sozialpädagogikschule Nienburg und die Deutsche Saatveredelung aus Asendorf ihr jeweiliges Portfolio an Ausbildungsberufen vor.

Einige Firmen waren von Beginn an dabei. Andere, wie KMH Metallbau, zum ersten Mal. Die in den Firmen für Ausbildung verantwortlichen Mitarbeiter stellten ihren Betrieb und die Möglichkeiten auf unterschiedlichste Weise in den zur Verfügung stehenden 60 Minuten vor. Bei Daimler und bei der Bundeswehr gab’s einen kurzen Film zur Einführung, bevor es im Detail zu Anforderungen und Perspektiven überging.

„Firmen bewerben sich in der Regel nach einem Expertentag bereits wieder für das nächste Jahr. Für ein größeres Spektrum an Berufen sprechen wir darüber hinaus weitere Firmen an. In diesem Jahr mussten wir sogar einigen Firmen absagen, weil die Kapazitäten begrenzt sind“, erläuterte Anne-Christine Lumpp. Und weiter: „Wer letztendlich eingeladen wird, entscheiden die Schüler.“

Erstmals war in diesem Jahr auch die Deutsche Saatveredelung dabei. Auf einem Hof in Asendorf erforscht und züchtet die Firma Saatgut. Kathrin Kahle zeichnet für die Ausbildung zum Pflanzentechnologen verantwortlich. In einem Vortrag schilderte sie, wie Grassamen für unterschiedliche Ansprüche als Hausrasen, Fußballstadion oder Golfplätze hergestellt werden.

Kommissarin Astrid Beckmann von der Syker Polizei hatte in ihren Gruppen „aufgeschlossene Schüler, die sich durchaus auch aktiv beteiligten.“ Markus Vromm von KMH-Metallbau hätte sich gewünscht, dass Schüler sich vorab schon einmal über den Betrieb informiert hätten. Er zeigte sich dennoch mit den Gesprächen zufrieden. Für Schule und Betrieb stellen derartige Orientierungstage offensichtlich eine Win-Win-Situation dar. Christina Hurdanek hatte für Cordes & Gräfe bereits die erste Bewerbung für das nächste Ausbildungsjahr in der Tasche.

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