Drogensuche in der Spielhalle

Mit Sturmhaube und Körperschutz: Polizei-Großeinsatz in Syke

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Mehrere Dutzend Einsatzkräfte der Polizei waren heute bei der Durchsuchung im Einsatz.

Syke - Von Frank Jaursch. Freitagnachmittag, kurz nach 15 Uhr: Mehrere Polizeifahrzeuge halten vor der Spielhalle an der Bahnhofstraße. Dutzende Polizisten mit Sturmhauben, Helmen und Körperschutz umstellen das Gebäude. In Sekundenschnelle dringen sie in das Haus ein. Zwei Fahrzeuge sperren das gesamte Gebiet ab. Kein Durchkommen. Dreharbeiten für den neuen TV-Krimi? Nein. Das echte Leben.

Der umfangreiche Einsatz – mehr als ein Dutzend Fahrzeuge waren im Einsatz – richtete sich gegen die Drogen- und Eigentumskriminalität in der Region, erklärte Andrik Hackmann, Pressesprecher der Polizei. Aufgrund mehrerer Hinweise und Erkenntnisse, die sich in jüngster Zeit verdichtet hätten, habe man sich zum Handeln entschlossen.

Für diese durchaus öffentlichkeitswirksame Aktion hat die Polizei so einiges aufgefahren: Aus Syke und Diepholz sind Polizisten beteiligt, aus Oldenburg kamen die vermummten Kollegen der Bereitschaftspolizei, aus Delmenhorst beteiligt sich zudem eine Hundestaffel.

Das Material, das an diesem Tag sichergestellt wird, soll beim Kampf gegen die Drogenkriminalität helfen. In letzter Zeit habe man zum Thema Drogen in Syke „erhöhte Fallzahlen“ zu verzeichnen gehabt, bestätigt Hackmann. Die Ermittlungen richten sich nach Aussage des Polizeisprechers nicht konkret gegen eine oder mehrere bestimmte Personen, sondern seien als „präventive Bekämpfung“ der Kriminalität zu sehen.

Für die Autofahrer und Passanten stellt die Sperrung, die bei „Heuers Gaststätte“ beginnt, kein größeres Problem dar: Über Querstraßen – etwa die Georgstraße – konnten sie den gesperrten Bereich umfahren. Was so manchen Verkehrsteilnehmer nicht davon abhielt, sekundenlang ratlos vor dem quer auf der Straße stehenden Zivilfahrzeug der Polizei zu verharren…

Den gefährlich anmutenden Auftritt der Beamten aus Oldenburg rechtfertigte Hackmann mit Verweis auf die unbekannten Faktoren bei solchen Durchsuchungen: „Man weiß ja nie, was einen da drin erwartet.“ Augenzeugen erklärten, dass bei aller Geschwindigkeit keine Hektik unter den Einsatzkräften ausgebrochen sei. „Man hat gemerkt: Die wissen, was sie tun“, so ein Passant.

Auch zwei Stunden nach dem Beginn war der Einsatz noch nicht beendet. Ergebnisse des Einsatzes konnte Hackmann noch nicht weitergeben. Man wolle, so erklärte er, das Wochenende nutzen, um möglichst viele Erkenntnisse zu sammeln.

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