Stuhrer und Weyher zu Gast bei interkommunaler Feuerwehr-Ausbildung in Barrien / Heißausbildung im Fokus

Hinter der Tür lauert das Feuer

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Wasser marsch!

Barrien - Die Einsatzkräfte unter möglichst realen Bedingungen auf eine Brandbekämpfung im Gebäude vorzubereiten – das war das Ziel der interkommunalen Feuerwehr-Ausbildung, zu der am Wochenende 180 Feuerwehrleute aus Syke, Stuhr und Weyhe nach Barrien kamen. Die Heißausbildung stand dabei im Mittelpunkt.

Bei der Schulung konnten die Aktiven verschiedene Einsatztaktiken ausprobieren, teilt Christian Tümena, Gemeindepressesprecher der Feuerwehr Stuhr, mit. Dazu wurde eine mobile Brandsimulationsanlage gemietet und an der Feuerwehrtechnischen Zentrale aufgestellt. Sie ist seit 2010 fester Bestandteil der erweiterten Aus- und Fortbildung der Feuerwehreinsatzkräfte der drei Kommunen.

Nachdem in den Jahren 2012 bis 2014 überwiegend Führungskräfte geschult wurden, sollte in diesem Jahr wieder die Mannschaft aus- und fortgebildet werden. Beginn war am Sonnabend um 10 Uhr mit einem Informationsfrühstück gemeinsam mit der Kreisfeuerwehrführung, den Bürgermeistern und Amtsleitern sowie den Ausschussmitgliedern des Fachausschusses der Gemeinden und der Stadt.

Dadurch bekam die Verwaltung einen tieferen Einblick in die umfangreiche Aus- und Fortbildung der Einsatzkräfte unter Realbedingungen. Im Anschluss an das Frühstück gab es einen Rundgang über das Gelände.

Kernstück war der große Lastwagen mit der Brandsimulationsanlage. Bevor die Feuerwehrleute allerdings zur Heißausbildung in den Container gehen konnten, gab es eine theoretische Einweisung. Jeder Teilnehmer musste nun seine komplette Schutzausrüstung anlegen und das Atemschutzgerät vorbereiten.

Dann ging es unter Anleitung eines Trainers in den Container. Der Einstieg erfolgte von oben. Hinter der Tür lauerte auch schon das erste Feuer, das bekämpft werden musste. Im Inneren waren dann verschiedene Löschübungen bis hin zur Verhinderung eines „Flash overs“, also dem Übergang zum Vollbrand.

Nach etwa 20 Minuten war der Durchgang beendet. Im Anschluss besprachen die Aktiven den Einsatz mit dem Trainer: Wo kann man sich wie verbessern?

Neben der Heißausbildung gab es noch zwei weitere Stationen. An einer speziell präparierten Stahltür konnten die Feuerwehrleute die richtige Anwendung von verschiedenen Brechwerkzeugen üben. Inhalt dieser Ausbildung war auch der Hinweis, dass nicht immer die Tür der beste Zugang zu einem Brandgeschehen ist. Je nach Gegebenheit kann der Schaden auch verringert werden, wenn ein kleines Fenster eingeschlagen wird.

An der dritten Station wurde der richtige Umgang mit der Rettungstasche für Atemschutztrupps geübt. Diese Tasche ist so ausgestattet, dass damit ein verunglückter Atemschutztrupp gerettet werden kann.

Neben einer neuen Atemluftflasche beinhaltet die Tasche unter anderem auch ein Tragetuch und eine Bandschlinge. Diese Dinge sollen dazu dienen, den Trupp sicher aus dem Gefahrenbereich zu bringen.

Um auch den anderen Teil der Atemschutzgeräteträger aus den drei Kommunen zu schulen, wird die Brandsimulationsanlage im kommenden Jahr erneut Bestandteil der Interkommunalen Ausbildung sein.

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