Gewerbegebiet und Barrien betroffen

Stromausfall legt halb Syke lahm

Syke - Von Michael Walter. Zum zweiten Mal innerhalb von drei Wochen waren am Dienstag größere Teile des Syker Stadtgebiets ohne Strom. Während am Abend des 26. April hauptsächlich Teile der Syker Neustadt betroffen waren (wir berichteten), erwischte es diesmal das Gewerbegebiet am Bahnhof, einige angrenzende Wohnstraßen und praktisch ganz Barrien.

Praktisch zeitgleich waren Dienstag kurz nach 14 Uhr Fehler an drei verschiedenen Stellen aufgetreten: Zwei in Barrien und einer in Syke. Avacon-Pressesprecher Ralph Montag ist sich sicher: „Einer davon war der Auslöser, die beiden anderen Folgefehler.“

In Syke hatte eine Trafostation auf dem ehemaligen Gelände von Weser-Feinkost an der Industriestraße den Geist aufgegeben. In solche Trafostationen münden Starkstromleitungen mit einer Spannung von 20.000 Volt, die dort für die umliegenden Straßenzüge auf 400 bis 230 Volt heruntergeregelt werden. „Wahrscheinlich ist dort ein Bauteil durchgeschmort“, sagt Ralph Montag. „Unsere Mitarbeiter sprachen von Ruß und Rauch.“

„Die drei Fehler hängen zusammen“

Gleichzeitig traten in Barrien Fehler an 20.000-Volt-Leitungen am Sonnenberg sowie zwischen Feuerwehr und Kreissparkasse auf. Die Ursache ist noch unklar. Ralph Montag ist aber sicher: „Die drei Fehler hängen zusammen. Das ist gar nicht mal so selten bei solchen Störungen. Der Fehlerimpuls läuft durch das gesamte Stromnetz im Bereich eines Umspannwerks. Wenn da woanders ein Teil schon ein bisschen angeschlagen ist, kann ihm das dann den Rest geben. Selbst wenn es ein paar Kilometer vom ursprünglichen Auslöser entfernt ist.“ Störanfällig sind laut Montag oft die Verbindungsmuffen zwischen zwei Kabelenden.

Diese Versorgungskabel sind üblicherweise Ringleitungen. In Barrien hat die Avacon die Fehlerstellen „totgeschaltet“ und die daran hängenden Haushalte quasi vom anderen Ende der Ringleitung versorgt. Noch am Abend sollte das fehlerhafte Kabel am Sonnenberg repariert werden, der Abschnitt zwischen Feuerwehr und Kreissparkasse laut Ralph Montag bis spätestens Mittwochvormittag.

Haushalte bis 16 Uhr wieder am Netz

Wie viele Haushalte und Firmen vom Stromausfall betroffen waren, konnte der Pressesprecher noch nicht sagen. „Die meisten waren zwischen 30 und 60 Minuten ohne Strom. Die letzten sind gegen 16 Uhr wieder ans Netz gegangen.“ Mit einer Ausnahme: Die Reparatur der Trafostation hat etwas länger gedauert. Der Betrieb, auf dessen Gelände sie steht, hatte erst um 16.38 Uhr wieder Strom.

Rubriklistenbild: © imago stock&people

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