Strichmännchen kontra Konflikt

Piktogramme für mehr Verkehrssicherheit

Von den Piktogrammen an der Straße Zum Hachepark zeigen sich Bürgermeisterin Suse Laue (links) und Freya Söchtig, die Leiterin des Fachbereichs Ordnung, überzeugt.
+
Von den Piktogrammen an der Straße Zum Hachepark zeigen sich Bürgermeisterin Suse Laue (links) und Freya Söchtig, die Leiterin des Fachbereichs Ordnung, überzeugt.

Syke – Es muss nicht immer großer Aufwand betrieben werden, um Dinge zu verbessern. Das hat sich zuletzt auch die Stadt Syke gedacht, die sich einem in der Vergangenheit häufiger von Rad- und Autofahrern sowie Fußgängern geäußerten Kritikpunkt angenommen hat. Schauplatz des Geschehens: die Straße Zum Hachepark.

Dort sei es „immer wieder zu Konflikten“ zwischen den drei Verkehrsarten gekommen, erklärt Freya Söchtig. Die Leiterin des Fachbereiches Ordnung der Stadt Syke konkretisiert: „Das war einer der Punkte in Syke, wo sich Beschwerden gehäuft haben.“ Eine belebte Geschäftsstraße mit Tempolimit 20, einer Verengung im Bereich der Hachebrücke und einem zur Fahrbahn niveaugleichen Gehweg. Söchtig: „Da herrscht viel Konfliktpotenzial.“ Vor allem Autofahrer, die Fahrradfahrer mit nicht genügend Sicherheitsabstand (1,5 Meter) überholen und Radfahrer, die daher auf den Gehweg ausweichen und dort die Wege der Fußgänger kreuzen, gaben regelmäßig Anlass zu Streit und Ärger.

Doch was tun? Für kostspielige Straßenbaumaßnahmen fehlt der Platz. Eine einfache und praktikable Lösung musste her. Die Stadt Syke entschied sich für ein Novum, wie man es sonst höchstens aus großen Städten kennt: Piktogramme. Das sind in diesem Falle stilisierte Darstellungen eines Fahrrads und eines Fußgängers auf der Fahrbahn respektive dem Gehweg. Von der Bundesstraße 6 bis hin zur Hauptstraße, in Abständen von 50 Metern aufgetragen, sollen sie vor allem eines sein: eine Erinnerungsstütze. „Es gibt ja keine neuen Regeln“, sagt Bürgermeisterin Suse Laue, „wir wollen aber deutlicher machen, wer wo zu fahren oder zu gehen hat.“

Seit Juli sind die Piktogramme aufgetragen, die ersten Effekte noch nicht mess-, laut Söchtig aber spürbar: „Verglichen mit unseren Verkehrsschauen vor der Aufbringung hat sich hier eine deutliche Verbesserung eingestellt.“ Während des Ortstermins mit der Presse fuhr lediglich eine Radfahrerin auf dem Gehweg, dazu noch auf der falschen Straßenseite – der Rest folgte pflichtbewusst den Piktogrammen. Söchtig zeige sich daher „begeistert“ über den Erfolg der Maßnahme. Auch vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) und der Polizei habe es positive Signale gegeben. Ein Konzept auch für andere Orte in Syke? „Wir wollen nicht, dass ein Gewöhnungseffekt eintritt“, stellt Freya Söchtig klar, schiebt aber nach: „Und es gibt auch nicht viele Straßen mit diesem Konfliktpotenzial in Syke.“

Zumindest noch nicht, denn Suse Laue weiß: „Der Fahrradverkehr ist im Kommen, wir wollen ihn fördern – und gleichzeitig die Radfahrer mit den Fußgängern und Autofahrern zusammenbringen.“

Von Fabian Pieper

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Die übelsten Fehltritte von Armin Laschet

Die übelsten Fehltritte von Armin Laschet

Die deutschen Bundeskanzler und die Bundeskanzlerin seit 1949

Die deutschen Bundeskanzler und die Bundeskanzlerin seit 1949

Die lustigsten Grimassen der Kanzlerin und Kanzlerkandidaten

Die lustigsten Grimassen der Kanzlerin und Kanzlerkandidaten

Wahrscheinlichste neue Ministerinnen und Minister

Wahrscheinlichste neue Ministerinnen und Minister

Meistgelesene Artikel

Achtung: Vollsperrung der B51 ab Montag

Achtung: Vollsperrung der B51 ab Montag

Achtung: Vollsperrung der B51 ab Montag
Diepholz: Radmuttern an Streifenwagen gelöst – Polizei ermittelt

Diepholz: Radmuttern an Streifenwagen gelöst – Polizei ermittelt

Diepholz: Radmuttern an Streifenwagen gelöst – Polizei ermittelt
Neue Bewohner, neue Behausungen: Tierpark Petermoor mausert sich weiter

Neue Bewohner, neue Behausungen: Tierpark Petermoor mausert sich weiter

Neue Bewohner, neue Behausungen: Tierpark Petermoor mausert sich weiter
Baustelle B 214: Groß Lessen ist bald „wieder erreichbar“

Baustelle B 214: Groß Lessen ist bald „wieder erreichbar“

Baustelle B 214: Groß Lessen ist bald „wieder erreichbar“

Kommentare