Straßenmeistereien sind im Landkreis mit Spezialgeräten unterwegs

Waschanlage für Leitpfosten

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Dreck und Matsch auf den Straßen sind keine Seltenheit. Auch die Leitpfosten erstrahlen nicht mehr in Weiß.

Landkreis Diepholz - Von Vivian Krause. Organgefarbene Lichter blinken von Weitem. Die Autos bremsen. Die Kolonne wird länger und länger, und die Fahrer ärgern sich. Dabei sorgt das schleichende Fahrzeug für Sauberkeit auf den Straßen im Landkreis Diepholz. Denn Schnee, Streuarbeiten und Regen haben ihre Spuren hinterlassen – nicht nur auf der Fahrbahn, auch auf den Autos, den Straßenschildern und den Leitpfosten.

Die Straßenmeistereien Diepholz, Bassum und Bruchhausen-Vilsen sind im Landkreis für saubere Leitpfosten verantwortlich. Zur Reinigung im Raum Bruchhausen-Vilsen werden zwei Unimogs genutzt. „Die sind universell einsetzbar“, so Andine Sieling, Leiterin der Straßenmeisterei Bruchhausen-Vilsen. So werden sie auch zum Mähen der Seitenstreifen und derzeitig insbesondere für den Winterdienst genutzt. Aktuell ist ein Unimog im Einsatz, „bis es wieder friert“, so Sieling.

Dies ist bei der Straßenmeisterei Bassum der Grund, warum derzeitig gar keine Reinigungs-Fahrzeuge unterwegs sind. „Man muss Prioritäten setzen: Winterdienst oder reinigen“, so Sonja Stuwe, Leiterin der Straßenmeisterei Bassum. Einen Unimog und ein kleiner Trecker stehen bei der Meisterei bereit. Doch das Umrüsten vom Winterdienst auf das Reinigungsgerät würde alleine einen halben Tag dauern. Mit Blick auf den Wetterbericht sollte damit noch gewartet werden.

Das Anbaugerät funktioniert ähnlich wie eine Waschanlage. Der Unimog wird mit einer Bürste und Waschflüssigkeit bestückt. „Die Bürste stülpt sich einmal über den Leitpfosten drüber“, fügt Stuwe hinzu.

In Diepholz hingegen kämpft die Straßenmeisterei zurzeit mit einem ganz anderen Problem: Löcher in der Straße. „Das ist teilweise eine reine Kraterfläche“, so Wolfgang Schwiering, Leiter der Straßenmeisterei Diepholz. Durch die hohen Temperaturen zum Ende letzter Woche gab es etliche Frostaufbrüche, die nun behoben werden müssen.

Zur Reinigung von Leitpfosten hat die Meisterei einen Kleintrecker, der sonst auf den Radwegen unterwegs ist. Mit einer Waschbürste und einem kleinen Anhänger mit Wasserfass bestückt bräuchte dieser für den gesamten Bereich der Meisterei (262 Kilometer mit 10000 Leitpfosten) sechs Wochen, erklärt Schwiering. Auch zum Winterdienst oder bestückt mit Kehrbesen oder Mähgerät ist dieses Fahrzeug unterwegs – je nach Einsatzlage.

Der Winterdienst und auch der Frost – zwei Gründe, warum die Pfeiler nicht ständig gereinigt werden. „Das Gerät benötigt Wasser“, so Andine Sieling. Dies ist in einem großen Tank und reicht im Bereich Bruchhausen-Vilsen für einen Tageseinsatz. Insgesamt müssen 350 Kilometer mit rund 11500 Leitpfosten gewaschen werden. Sollte es aber frieren, „würden wir uns damit selber die Straßen glatt machen.“

„Das kann man nicht verantworten“, unterstreicht auch Sonja Stuwe. Sobald der Frost weg ist, sind die Fahrzeuge der Meisterei Bassum auf den Bundes-, Landes- und Kreisstraßen auf einer Strecke von rund 640 Kilometern unterwegs: 320 Kilometer auf der linken und noch einmal 320 Kilometer auf der rechten Straßenseite. Insgesamt sind es auf diesem Weg 13242 Leitpfosten, die hauptsächlich nach Bedarf, mindestens aber zweimal pro Jahr gereinigt werden.

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