Stiftung Waldheim hat jetzt ein Standbein in Syke / Koordination für ambulante Dienste

Ein Stück Vielfalt für Behinderte

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Geschäftsführer Carl-Georg Issing (links) und Büroleiter Mirco Malke gestern bei der Eröffnung des Büros der Stiftung Waldheim.

Syke - Von Michael Walter. Ein Büro für ambulante Dienste hat die Waldheim-Stiftung am Freitag in der Syker Innenstadt eröffnet. Direkt über der Sparkassen-Filiale am Ernst-Boden-Platz ist damit eine neue Anlaufstelle für Menschen mit Behinderungen entstanden.

Acht Mitarbeiter kümmern sich von dort aus um zunächst rund 40 geistig und mehrfach Behinderte, die in diversen Wohngruppen untergebracht sind.

Die Waldheim-Stiftung ist im Prinzip so etwas wie die Lebenshilfe: Sie betreibt als gemeinnützige Organisation Wohnstätten, Werkstätten und Tagesförderstätten für geistig Behinderte in den Landkreisen Verden, Diepholz und Oldenburg und beschäftigt dazu rund 700 Mitarbeiter.

Sie hat weder etwas mit einem der zahlreichen Orte namens Waldheim zu tun noch mit dem ehemaligen UN-Generalsekretär. Der Name geht zurück auf ein Heim im Wald: Das Waldheim, das Helene Grulke, eine Bremer Lehrerin, in privater Initiative 1932 in Etelsen als Heim für geistig Behinderte gegründet hat. Sie starb 1969 mit 88 Jahren, und im gleichen Jahr wurde die Stiftung gegründet.

„Wir bereichern das bestehende Betreuungsangebot im Landkreis Diepholz und schaffen Vielfalt in der Region“, sagt Vorstandsmitglied und Geschäftsführer Carl-Georg Issing. Aufgabe des Syker Teams sei es, „vor Ort die Perspektiven von Menschen mit Behinderungen, deren Familien und Angehörigen zu stärken“.

Die Behinderten wohnen in aller Regel allein, zu zweit oder in Kleinst-WGs. Ein Mitarbeiter der Stiftung unterstützt in allen Alltagsangelegenheiten. Einmal oder mehrmals die Woche kommt er in die Wohnung und bespricht, was anliegt. Dazu gibt es individuell angepasste Unterstützungsleistungen. Von der Organisation des Haushalts und der Strukturierung des Alltags über Begleitung bei Arztbesuchern und Vermittlung von Bildungsmaßnahmen bis hin zur Beratung bei persönlichen Lebensfragen und Bewältigung von Krisen und Konflikten.

„Wir verstehen es immer auch als unsere Aufgabe, den sozialen Raum mitzugestalten“, betonte Issing in seiner Begrüßungsansprache. „Die Behinderten sollen da, wo sie wohnen, einen guten Ort zum Leben finden.“ Seinen Mitarbeitern im neuen Syker Büro wünschte er Selbstbewusstsein, Kooperationsfähigkeit und eine gehörige Prise Humor.

Karsten Bödeker überbrachte als stellvertretender Bürgermeister die Grüße der Stadt. Aus seiner beruflichen Tätigkeit beim Landkreis Verden ist ihm die Waldheim-Stiftung seit langem vertraut. Er habe die Stiftung stets als „engagierten zuverlässigen Partner“ erlebt, der sich durch Kreativität und Flexibilität ausgezeichnet habe. Er habe keinen Zweifel, dass die Stiftung mit den in Syke bereits etablierten Leistungsträgern kooperieren werde. „Im Interesse der Menschen, um die es geht.“

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