Viele Eigenkreationen in Clues beim Saisonauftakt der Treckerfreunde

Stereo, TV und Doppelglas in „Pummels“ fahrbarer Wohnung

Das macht Spaß: Mit Papa auf dem alten Trecker, und viele schauen zu beim Schaupflügen. - Foto: Husmann

Clues - Von Ulf Kaack. Saisonauftakt hatten die Liebhaber historischer landwirtschaftlicher Gerätschaften am vergangenen Wochenende. Das idyllische Clues im Süden der Hachestadt wurde für zwei Tage zum Mekka für Trecker-Freaks und Dieselfreunde.

„Geschätzte 400 betagte Schlepper vornehmlich aus den 50er-, 60er- und 70er-Jahren gab es zu bestaunen, natürlich auch einige Vorkriegsexemplare“, bilanziert Veranstalter Ralf Seekamp.

„Knapp 250 Bau- und Wohnwagen dienten unseren Gästen als zumeist äußerst komfortables Nachtquartier.

Die Zahl der unmotorisierten Besucher gingen locker über die 10 000er-Marke. Kein Wunder, bei dem herrlichen Wetter. Damit haben wir wirklich Glück gehabt.“

In Reih und Glied waren sie angeordnet: die Hanomags, Unimogs, Fendt-, Porsche- und Deutz-Schlepper, um nur einige der Marken zu nennen. Zahlreiche Exoten von Kramer, Ritscher oder Schlüter waren auch darunter.

Die Stars auf dem Acker waren hingegen – wie immer – die Bulldogs von Lanz. Mit dem Klang ihrer großvolumigen Glühkopf- und Halbdieselmotoren beeindruckten sie nachhaltig. Allein schon das minutenlange Startprocedere mittels Glühlampe war immer wieder ein Hingucker.

Action wurde beim Traktorpulling sowie beim Schaupflügen geboten. Es gab Vorführungen von der Bodenbearbeitung mit Ackerpferden. Ein Schmied zeigte sein handwerkliches Können. Ein Floh- und Teilemarkt, die Fressmeile und ein attraktives Kinderprogramm rundeten das Event ab.

Die Treckerfreaks waren aus dem gesamten norddeutschen Raum angereist. Überwiegend auf eigener Achse, aber auch mit Anhänger und Trailer. Nicole Gieseke und ihr Mann Tobias hatten einen eher kurzen Anfahrtsweg von zehn Kilometern aus Eschenhausen bei Bassum. Aber immerhin, eine gute Stunde waren sie auch bis Clues unterwegs. Beide stehen auf die bis 1969 gebauten Traktoren der Marke Güldner. Sie fährt einen 45 PS-starken G 45, er einen äußerst seltenen Geräteträger mit der Bezeichnung Multitrac. Gemeinsam haben sie beide Fahrzeuge in jahrelanger Kleinarbeit restauriert.

„Das Treffen in Clues ist alle zwei Jahre ein echter Pflichttermin für uns“, meint Nicole Gieseke. „Hier trifft sich die ganze Szene. Man kann sich über technische Problemlösungen unterhalten, Ersatzteile kaufen oder tauschen. Am Lagerfeuer werden abends Anekdoten erzählt. Eine eingeschworene Gemeinschaft halt.“

Eine Premiere gab es für Steffan „Pummel“ Berensen aus Twistringen. Er hat auf dem Fahrwerk einer Anhängerplattform einen Wohnwagen aufgebaut. Über 6,20 Meter lang und 3,80 Meter hoch. In Clues hat er erstmals darin übernachtet. „Drei Jahre lange habe ich daran gearbeitet“, verrät er. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Massig Platz, Küche, separater Schlafraum, Fernseher, Stereoanlage, Heizung, und die Fenster sind sogar doppelt verglast.

Trecker-Treffen in Clues

Eine Dusche, versorgt durch einen 400-Liter-Frischwassertank, wird er in den nächsten Wochen einbauen. Am Nachmittag machte sich der dieselnde Tross wieder in alle Himmelsrichtungen auf die Heimreise.

So mancher Autofahrer mag dabei genervt mit Mofa-Geschwindigkeit und ohne Überholmöglichkeit hinter den langen Konvois festgehangen haben. Was soll’s, alle zwei Jahre kann man das wohl mal ertragen.

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