Die Macht des Wassers

Steinkamp nach Unterspülung gesperrt

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Nach den Unterspülungsschäden ist der Steinkamp von der B6 bis Höhe DRK für den Fahrzeugverkehr bis auf Weiteres gesperrt. Der Umfang der erforderlichen Sanierungsarbeiten steht noch nicht fest. 

Syke - Von Michael Walter. Geradezu ungläubig blickt Lars Brunßen vom Syker Tiefbauamt auf den welligen Asphalt zu seinen Füßen: Regelrechte Buckel wirft die Straßendecke an einigen Stellen. Zum Teil sind sie an der Oberfläche aufgeplatzt. Und zur Gosse hin klaffen fingerbreite Spalte. „Unglaublich, was für eine Kraft das Wasser hat.“

Innerhalb kürzester Zeit haben die Regengüsse am Dienstag den Steinkamp zwischen der Zufahrt zum DRK und der B 6 großflächig unterspült. Bis auf Weiteres ist dieser Abschnitt für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Den Umfang des Schadens jedoch konnte Brunßen selbst gestern lediglich grob schätzen.

„Wir können noch nicht einmal mit Sicherheit sagen, was genau eigentlich passiert ist“, sagt Brunßen. Die Vermutung lautet: Es muss am Dienstag dermaßen viel Wasser den Hang hinunter gekommen sein, dass es sich im Kanalschacht bis unter den Gullydeckel aufgestaut hat. Brunßen glaubt, dass sich dort ein Spalt gebildet hat, durch den das Wasser zwischen Tragschicht und Asphaltdecke geströmt und an unterschiedlichen Stellen wieder ausgetreten ist.

„Müssen prüfen, ob auch am Kanal ein Schaden entstanden ist.“

„Es war ja ein sehr warmer Tag. Daher war der Asphalt auch relativ weich und elastisch, und so konnte es zu diesen Aufwerfungen kommen“, erklärt der Ingenieur. „Wir vermuten auch, dass es unterhalb der Schwarzdecke zu größeren Unterspülungen gekommen ist. Dort dürften jetzt überall Hohlräume sein. Wir müssen außerdem prüfen, ob auch am Kanal ein Schaden entstanden ist.“

Fast so hoch wie die Bordsteinkante hat sich am Steinkamp die Asphaltdecke aufgewölbt. 

Der Stadt bleibt nichts anderes übrig, als die Straßendecke in diesem Abschnitt komplett aufzunehmen. Dann muss der Untergrund sondiert und der Kanal überprüft werden. Erst wenn feststeht, wie groß der Umfang der Schäden ist, kann das Bauamt entscheiden, ob der Straßenbelag zunächst provisorisch wiederhergestellt wird „oder ob wir gleich Nägel mit Köpfen machen“, sprich: der Abschnitt in einem Rutsch komplett erneuert wird. „Das hängt davon ab, ob wir den Kanal erneuern müssen“, so Brunßen.

Über einen Zeitrahmen und mögliche Sanierungskosten kann Brunßen jetzt noch keine Angaben machen. Näheres werde sich im Lauf der nächsten Wochen weisen. Zunächst bleibt der betroffene Straßenabschnitt für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Die Anwohner können ihre Grundstücke nach Absprache erreichen. Die Fahrzeuge der DRK-Rettungswache müssen bis auf Weiteres durch die Wilhelmstraße fahren.

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