Stadtverwaltung signalisiert: Förderverein soll Chance auf Eigenbetrieb bekommen

Im Hallenbad Barrien geht‘s erst mal weiter

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Das Barrier Hallenbad soll auch im kommenden Jahr weiter betrieben werden. Archivfoto: Jaursch

Von Frank Jaursch. Hoffnung für die Freunde des Barrier Hallenbads: Die Stadtverwaltung hat auf der Sitzung des Ausschusses für Ehrenamt und Freizeit signalisiert, dass der Betrieb wohl auch im kommenden Jahr vorerst fortgeführt werden kann.

Schon in der Einwohnerfragestunde hatte es mehrere Einwürfe zum Thema gegeben. Dieter Lünenschloß gab darin zu bedenken, dass Syke das kleine Hallenbad für eine intakte soziale Infrastruktur weiterhin benötige. Er gab zu bedenken, dass es bei einer Schließung des Barrier Beckens sicher zu Schwierigkeiten im Syker Hallenbad kommen würde. „Das wird verdammt eng.“

Hauptamtsleiter Hein Sievers umriss wenig später den Diskussionsstand. Er könne die Hallenbad-Freunde in Sorge beruhigen: „Wir versuchen gemeinsam mit einem möglichen neuen Verein, den Betrieb des Hallenbads Barrien auch 2016 fortzuführen.“

Es habe dazu eine Vielzahl kooperativer Gespräche gegeben. Lange habe es so ausgesehen, als sei der Verein in der Lage, den Betrieb zu Beginn des kommenden Jahres zu übernehmen. Nun aber habe sich die Situation anders dargestellt; die Verwaltung habe daraufhin die Politik informiert, die sich jetzt mit der neuen Situation auseinander setzen müsse.

Bis zur Sitzung des Stadtrats am 17. Dezember, auf der über den Hauhaltsplan für 2016 entschieden wird, muss laut Sievers nun noch ermittelt werden, „welche Summen wir in den Haushalt einstellen müssen, damit der Betrieb weitergeführt werden kann“.

Ausdrücklich sei nur der Weiterbetrieb des Bades Gegenstand der Diskussion. „Es geht nicht darum, viel Geld in die Hand zu nehmen, um notwendige Sanierungen vorzunehmen“, betonte Sievers – und sprach damit auch einen Knackpunkt der Gespräche an.

Christiane Palm-Hoffmeister, beratendes Ausschussmitglied, erklärte, sie habe innerhalb weniger Tage rund 400 Unterschriften für den Erhalt des Bades gesammelt. Sie hob die Notwendigkeit des Schwimmunterrichts für Kinder hervor.

Nicht nur Verwaltung und Politik, sondern auch die Initiatoren eines möglichen Förder- oder Betreibervereins sind bemüht, ihre Hausaufgaben zu machen, um einen Fortbestand zu erreichen. Sie luden alle Nutzer des Barrier Lehrschwimmbeckens zu einem Info-Abend ein. Gegenstand war unter anderem die erforderliche Anhebung der Hallenpreise auf 30 bis 35 Euro pro Stunde. In den Vereinen könnte dies zu einer Anhebung der Spartenbeiträge führen.

Auch nach der Sitzung des Verwaltungsausschusses am Donnerstag geht der Weg in Richtung Zukunft für das Barrier Bad weiter: Bürgermeisterin Suse Laue betonte, die Fraktionen seien grundsätzlich alle für einen Fortbestand des Hallenbads. In den kommenden Wochen sollen die Abstimmungsgespräche von Verwaltung, Politik und künftigem Verein fortgesetzt werden.

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