Neues Elektroauto im Fuhrpark

Stadtverwaltung gibt Vollstrom

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Bürgermeisterin Suse Laue und Erster Stadtrat Thomas Kuchem (M.) freuen sich gemeinsam mit Alf Ohlmann (BMW Cloppenburg) über den emissionsfreien Zuwachs im Fuhrpark.

Syke - Von Frank Jaursch. Das Gaspedal heißt nicht mehr Gaspedal, sondern Fahrpedal. Und auch der Spruch vom „Vollgas geben“ passt nicht mehr: Das jüngste Mitglied im Fuhrpark der Stadtverwaltung fährt emissionsfrei.

Gestern hat die Verwaltungsspitze einen BMW i3 vom örtlichen BMW-Händler Cloppenburg erhalten – ein Auto mit reinem Elektroantrieb. Die Mitarbeiter dürfen damit also ab sofort „Vollstrom geben“.

Laue: „Wir wollen ein Statement setzen“

Das auffällige schwarz-weiße Gefährt soll in den kommenden Tagen noch mit einem großen Syke-Aufkleber versehen werden – damit auch sichtbar wird, wer hier unterwegs ist. „Wir wollen ein Statement setzen“, lässt Bürgermeisterin Suse Laue keinen Zweifel daran, dass hinter der Anschaffung ökologische Gedanken stecken.

Für diese Entscheidung bekam die Stadt ein Lob von Michael Schloßbauer, dem Geschäftsführer des BMW-Händlers Cloppenburg. „Den unternehmerischen Mut hat nicht jeder“, betont Schloßbauer.

Kommune will Vorreiter in Sachen Mobilität sein

Der agile Kleinwagen mit dem charakteristischen Aussehen kostet je nach Ausstattung zwischen 40.000 und 50.000 Euro. Die Stadt kauft ihr neues Auto nicht, sondern erhält es auf dem Weg des Kommunalleasings mit einer Laufzeit von zwei Jahren – und zu besonders guten Konditionen. Nicht ohne Grund, findet Schloßbauer. „Innovatoren muss man unterstützen.“

Zwei Stadt-Fahrzeuge stehen den Verwaltungsmitarbeitern bislang zur Verfügung – beide erdgasbetrieben. „Aber wir brauchten ein weiteres Fahrzeug“, so Laue. Weil die Stadt es als Aufgabe einer Kommune ansehe, Vorreiter in Sachen Mobilität zu sein, sei die Entscheidung schnell auf das Elektrofahrzeug gefallen. „Und die Mitarbeiter freuen sich drauf.“

Auto ist fast vollständig recyclebar

Anfang des Jahres hatte die Stadt das BMW-Angebot angenommen und den Wagen „Made in Leipzig“ – geordert. Der i3 wird in nachhaltiger Produktion gefertigt und ist fast vollständig recyclebar. Das Interesse an den Fahrzeugen sei in den vergangenen Monaten gestiegen, berichtet Alf Ohlmann, Verkaufsleiter in dem Autohaus. Gerade nach der Diesel-Diskussion „passiert ganz viel in den Köpfen der Leute“.

Dazu trägt auch bei, dass sich die Technik weiterentwickelt. Der neue BMW i3 94 Ah kommt auf eine Alltagsreichweite von bis zu 200 Kilometern. Er kann über Nacht an handelsüblichen Steckdosen aufgeladen werden. Deutlich schneller – in 40 Minuten sind 80 Prozent geladen – geht es über Schnellladestationen, die aber derzeit in der Region noch relativ dünn gesät sind. Noch, sagt Suse Laue und lächelt geheimnisvoll. „Vielleicht gibt’s da ja bald eine Überraschung...“

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