Stadtsportring soll städtische Zuschüsse für Modernisierungen koordinieren

Wilfried Helms darf wieder planen

Syke - Von Michael Walter. Der Stadtsportring wird in Zukunft wieder konzeptionell tätig. Dieses Signal hat SSR-Vorsitzender Wilfried Helms jetzt aus dem Rat der Stadt erhalten. Bis zum Frühjahr will Helms einen Entwurf vorlegen, wie die Gelder zur Sportstättenförderung in den Jahren bis 2025 am sinnvollsten eingesetzt werden können.

Der Stadtsportring ist so etwas wie das Selbstverwaltungsorgan der ihm angeschlossenen Sportvereine. Über den SSR organisierten die Vereine zunächst vor allem die Finanzierung regelmäßiger Arbeiten wie Rasenpflege.

Anfang der 2000er Jahre hat Wilfried Helms im Auftrag von Stadt und Politik ein Konzept erstellt, um die erforderlichen Investitionen in Sportplätze und Vereinsheime zu koordinieren. Ziel: Eine auf Jahre hinaus vorhersehbare gleichmäßige und tragbare finanzielle Belastung sowohl für den städtischen Haushalt als auch für die Vereine zu gewährleisten.

Obwohl das recht gut funktioniert hatte, hat der Syker Rat das nachfolgende „Sportstättenkonzept II“ nie verabschiedet. Stattdessen wurden die Gelder für die Sportstättenförderung – im Jahr 50000 Euro – sozusagen nach dem Gorbatschow-Prinzip vergeben: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Ist der Etat aufgebraucht, wird der nächste Antrag ins Folgejahr verschoben.

„Bereits jetzt ist das Geld für 2017 komplett und für 2018 zur Hälfte verplant“, sagt Helms, der es unter diesem Aspekt ausdrücklich begrüßt, dass der SSR nun ein Sportstättenkonzept III erstellen soll.

„Für Stadt und Politik würde sich dadurch nichts ändern. Sie würden weiterhin einen festen Betrag pro Jahr zur Verfügung stellen“, erklärt Helms. Der für ihn entscheidende Unterschied wäre: „Ein ganzheitliches Konzept über mehrere Jahre ist für alle viel transparenter. Jeder Verein weiß: Er ist dabei und fällt nicht hinten runter. Keiner kann sich überfahren fühlen.“

Hinzu kommt: „Wir könnten wesentlich flexibler auf kurzfristige Entwicklungen reagieren. Und wir hätten zum Beispiel auch die Möglichkeit, einzelne Maßnahmen über Kredite zwischenzufinanzieren.“ All das wohlgemerkt in einvernehmlicher Regelung mit den beteiligten Vereinen. „50000 Euro im Jahr sind eigentlich ein Klacks, wenn man sieht, was wir jetzt schon alles vor uns herschieben“, sagt Helms.

Zum Beispiel die energetische Sanierung des Vereinsheims des TuS Syke. Von den kalkulierten Baukosten würde der SSR knapp 25000Euro als Zuschuss übernehmen. Ungefähr die gleiche Summe wäre bei der Modernisierung der Umkleiden beim TSV Barrien zuschussfähig. Allein das wäre also rechnerisch schon ein kompletter Jahresetat. Ein weiterer Jahresetat wäre an der Modernisierung beim TSV Okel zuschussfähig. Insgesamt liegen bei der Stadt Anträge mit einem Bauvolumen von knapp 350000 Euro vor. Förderfähig durch den SSR wären davon 120000 Euro.

Bis Ende des Jahres will Helms jetzt sammeln, welche weiteren Sanierungs- oder Modernisierungsvorhaben außerdem anstehen. „Die Vereine sind aufgefordert, zu benennen, was sie brauchen.“

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