Bürgerdialog ergibt klare Mehrheit für neue Bibliothek an der Hauptstraße

Eindeutiges Meinungsbild

Volles Haus beim Bürgerdialog des CDU-Stadtverbands im Delcasy. Foto: Heinfried Husmann

Von Michael Walter

Syke – Das war deutlich: Eine neue Stadtbibliothek in der Innenstadt macht durchaus Sinn. Und gebaut werden sollte sie am besten im hinteren Teil zwischen Volksbank und Bahnhofstraße. Das ist das Meinungsbild, das der CDU-Stadtverband von seinem Bürgerdialog im Bistro Delcasy am Donnerstagabend mit nachhause nahm.

Von der Resonanz auf ihre Einladung waren die Gastgeber sichtlich überrascht. Mit zeitweise gut 60 Besuchern war der Clubraum derart rappelvoll, dass viele entlang der Wände stehen mussten. Die Mitglieder der CDU waren dabei deutlich in der Unterzahl. Den Großteil der Gäste stellten der Förderverein der Bibliothek und die Benutzer.

Stadtverbandsvorsitzender Ralf Eggers führte in das Thema ein: Innerhalb der CDU gebe es zwei extreme Thesen „und ganz viel dazwischen“. These eins: Ein Neubau an der Hauptstraße würde Syke auf vielfältige Weise nützen. These zwei: Die Bibliothek ist angesichts elektronischer Medien ein Auslaufmodell und wird binnen weniger Jahre kaum mehr Nutzer haben, Daher sollte man überhaupt kein Geld mehr dort hineinstecken und sie irgendwann einfach schließen.

„Völlig absurder Gedanke“ war die allgemeine Reaktion aus dem Publikum darauf. In einer Stadt von der Größe Sykes sei eine Bibliothek zwingend erforderlich. Zumal die Stadt auch einem Bildungsauftrag jenseits der Schule nachkommen müsse.

Mehrfach brachte Eggers die Kompromiss-Idee ins Gespräch: Die Bibliothek an ihrem jetzigen Standort zu modernisieren. Das werde nur den Bruchteil eines Neubaus kosten.

Man dürfe nicht immer nur auf die Finanzen sehen, hieß es aus der Runde. Das Gesamtpaket sei überzeugend. Am jetzigen Standort sei die Bibliothek nicht mehr zeitgemäß. Ein Neubau biete viel mehr Möglichkeiten, von längeren Öffnungszeiten über mehr Angebote für Schulen, Gruppen und Seminare bis hin zum Ausbau in ein regelrechtes Kulturzentrum. Die Aufenthaltsqualität sowohl in der Bibliothek selbst als auch in der Innenstadt würde dadurch deutlich steigen. Dänemark und Holland wurden als Vorbilder genannt.

„Will ich Lebensqualität schaffen oder auf der schwarzen Null sitzenbleiben?“, brachte eine Besucherin die Diskussion um die Kosten eines solchen Neubaus auf den Punkt. Und eine andere ergänzte: „Nirgendwo kann man drei bis vier Millionen Euro besser anlegen.“

An die CDU-Stadtratsfraktion richtete sich ein Besucher: „Ich würde mir wünschen, dass Sie konzeptionell groß denken und einfach mal was wagen. Entwerfen Sie doch mal 'ne städtebauliche Vision!“

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