Stadt Syke plant gesicherten Bereich am Bahnhof

Das Ende der Radler-Warteliste

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Mit Doppelstabmatten soll der Fahrradstand gegenüber des Bahnhofs künftig gesichert werden.

SYKE (kra). Mit dem Fahrrad zum Bahnhof, und von dort komfortabel mit dem Zug zur Arbeit? Pedalritter beschleicht ein mulmiges Gefühl, wenn sie ihr Gefährt den ganzen Tag zwar angeschlossen, aber dennoch unbeaufsichtigt irgendwo an den Abstellplätzen stehen lassen sollen. Zu hoch die Gefahr von Sachbeschädigungen, zu hoch die von Diebstahl. Doch jetzt zeichnet sich eine Lösung ab. Die Stadt Syke will einen zusätzlichen gesicherten Fahrradunterstand anbieten. „Nach den Sommerferien beginnen die Arbeiten“, sagt Bürgermeisterin Suse Laue auf Nachfrage.

Ins Auge gefasst ist der überdachte Fahrradständer gegenüber dem Bahnhofs-Eingang. „Wir werden den Bereich mit Doppelstabmatten absichern, wir werden ihn sozusagen ,einhausen',“ sagt Lars Brunßen vom Bauamt. Damit sich die Abstellanlage besser ins Bild einpasse, solle sie an den Stirnseiten begrünt werden. Am Zugang wird ein widerstandsfähiges Tor eingebaut, das per Schloss gesichert ist, und per Chip geöffnet werden kann. Rund 12.000 Euro will sich die Stadt den Service kosten lassen.

Sie reagiert damit auf die anhaltend hohe Nachfrage nach Fahrradboxen. „Auf der Warteliste stehen rund 35 bis 40 Interessenten,“ sagt Laue. Und das ist kein Phänomen der zurückliegenden drei, vier Monate, das ist ein Dauerproblem. Als die Velo-Werkstatt am Bahnhof die Betreuung der Fahrradboxen vor sieben Jahren übernahm, übernahm sie auch die Warteliste. Schon damals waren rund 30 Namen vorgemerkt.

Ursprünglich hatte die Stadt im Zuge der Bahnhofsanierung den Neubau einer Boxen-Anlage oder sogar eines Fahrradhauses ins Kalkül gezogen, dies auch in der Hoffnung auf Zuschüsse aus der Landeskasse. Allerdings kristallisierte sich zwischenzeitlich heraus, dass kein Gelder aus Hannover fließen. Probleme gab es auch mit dem Standort. Sowohl ein ins Auge gefasster Bereich über dem Fußgängertunnel als auch die Fläche an der ehemaligen Rampe entpuppten sich als zu klein.

Der jetzt ins Auge gefasste Fahrradständer weist 32 Bügel mit insgesamt 64 Abstellplätzen auf. Auch über die Mietkosten hat man sich im Rathaus schon Gedanken gemacht. „Sie liegen unterhalb der Gebühren für Fahrradboxen,“ sagt die Bürgermeisterin. Pro Fahrradbox sind 50 Euro im Jahr zu berappen. Damit andererseits die Zahl der kostenlosen Abstellplätze nicht spürbar verringert wird, sollen ebenfalls im Herbst weitere Bügel auf einem Streifen direkt am Gleis 1 aufgestellt werden.

Derweil hat sich die Situation für Fußgänger bereits entspannt. Der Tunnel vermittelt mit neuem Licht und neuer Ausgestaltung deutlich mehr Sicherheit, gleichzeitig lädt er sozusagen zu einer Rundreise durch die Stadt ein. Ein Team um den Bassumer Graffiti-Künstler Niklas Schwede setzte eine Reihe stadtprägender Gebäude höchst künstlerisch ins Bild. Die Motive sind inzwischen fertiggestellt. Und gleich zeichnete sich auch ein zweiter Vorteil dieser Kunstform ab. Während Auf- und Abgänge des Tunnels schon wieder beschmiert sind, blieben die Werke im Tunnel selbst unversehrt. Ehrensache unter Graffiti-Spezialisten!

Bis zur endgültigen Fertigstellung des Bahnhofprojektes ist es dann nicht mehr weit. Lediglich das gut sichtbare Hinweisschild auf die Stadtmitte fehlt noch. Es wird ebenfalls im Herbst aufgestellt, kündigt Brunßen an. Im Rahmen eines Bahnhoffestes soll die gesamte Anlage schließlich der Bevölkerung vorgestellt werden. Grob ins Auge gefasster Termin: Das nächste Frühjahr.

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