Neubau an der Ferdinand-Salfer-Straße und Erweiterung der „Wundertüte“ geplant

Stadt Syke investiert in Kindergarten-Projekte

Syke - Von Tobias Kortas. Die Stadt plant den Bau einer neuen Kindertagesstätte mit drei Gruppen an der Ferdinand-Salfer-Straße 14 im Trakt der Ganztagsschule. Diese Empfehlung gab der Ausschuss für Familie und Soziales auf seiner Sitzung am Mittwoch an die Adresse des Stadtrats.

Das Fachgremium sprach sich mit zehn Stimmen dafür aus. Ralf Seedorf (FDP) enthielt sich der Stimme.

Zurzeit ist an der Ferdinand-Salfer-Straße die integrative Kindertagesstätte „Hokus Pokus“ mit einer Kindergartengruppe und einer Krippengruppe in Mobilbauten (Container) untergebracht.

Der Platz reicht aber längst nicht mehr aus. „Wir haben einen ständig wachsenden Bedarf an Plätzen in Kindertagesstätten“, erklärt Jürgen Schmock (B-S-Fraktion). Er hatte, stellvertretend für Horst Wülbern (CDU), den Vorsitz im Ausschuss ine.

Am 1. August 2017, pünktlich zum Beginn des Kindergartenjahres 2017/2018, soll der Bau abgeschlossen sein und eine neue dreigruppige Kindertagesstätte in das Gebäude einziehen können.

Die Trägerschaft für den Neubau soll die Lebenshilfe Syke übernehmen. Die Stadt würde ihr das Grundstück mit einem Erbbaurecht zur Verfügung stellen.

Für die Zukunft hat die Lebenshilfe die Möglichkeit, den Bau so zu erweitern, dass dort nochmal zwei zusätzliche heilpädagogische Gruppen untergebracht werden können.

Die Stadt rechnet mit Kosten von rund 1,3 Millionen Euro für den Neubau.

Zuwendungen von Dritten in Höhe von 360 000 Euro nach der Richtlinie zur Förderung des Ausbaus der Betruung für Kinder von unter drei Jahren sind möglich und wahrscheinlich. Blieben aber immer noch Kosten für die Stadt von einer knappen Million Euro.

„Wie hoch die Kosten tatsächlich sein werden, steht aber noch nicht fest“, erklärt der Erster Stadtrat Thomas Kuchem.

Ein weiteres Vorhaben schickte der Fachausschuss auf die Reise: die Erweiterung der Kindertagesstätte „Wundertüte“ (Sulinger Straße 36) um eine Kindergartengruppe.

Zurzeit steht dort neben der eigentlichen Kindertagesstätte ein Mobilbau, in dem eine Krippengruppe untergebracht ist. Nun ist ein Anbau an den Kindergarten geplant, so dass die Kita Platz für eine zusätzliche Kindergartengruppe findet.

Der jetzige Mobilbau soll verschwinden. Bis zum 1. August 2018, also zu Beginn des Kindergartenjahres 2018/2019, soll die Erweiterung der Kita abgeschlossen sein. Für den Anbau und eine gleichzeitge Erweiterung des Besprechungszimmers der Kindertagesstätte sind Kosten von 340 000 Euro veranschlagt.

„Während des Umbaus müssen die 17 Krippenkinder, die im Container untergebracht sind, auf andere Einrichtungen verteilt werden“, sagt Jürgen Schmock. Denn es sei technisch nicht möglich, dass der Container während des Umbaus auf dem Gelände der Kita bleibe.

Einige Kinder, die zurzeit die Krippe im Container besuchen, könnten während der Zeit des Umbaus, weil sie dann das entsprechende Alter erreicht haben, in eine Kindergartengruppe der „Wundertüte“ wechseln.

Aber das trifft bei weitem nicht auf alle Kinder zu. „Deswegen lässt die Stadt Plätze in anderen Kindertagesstätten frei“, so Schmock.

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