Stadt lässt Kanäle an der Schloßweide sanieren / Kostenpunkt: 120000 Euro

Kleiner Roboter im Untergrund

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Rohr im Rohr: Beim Inliner-Verfahren bessert ein Kunststoffschlauch (hier grün) den sanierungsbedürftigen Kanal aus.

Syke - Von Maik Hanke. 120000 Euro lässt sich die Stadt Syke die Sanierung des Schmutzwasserkanals an der Schloßweide kosten. Bei einer Kanalinspektion mit Kamera seien „diverse Schäden am Kanalsystem“ festgestellt worden, berichtet Lars Brunßen vom städtischen Bauamt. Jetzt werden die Rohre ausgebessert. Am Montag,3. August, geht es los.

Eine Rechnung brauchen die Anwohner nicht fürchten – die Stadt zahlt alles. Bürgermeisterin Suse Laue hofft aber auf Kooperation: Die Bauarbeiter müssen nämlich auf die Privatgrundstücke.

15 Haushalte sind auf der 460 Meter langen Strecke betroffen. Bevor der Hauptkanal ausgebessert wird, sind die Hausanschlüsse dran: zuerst im Bereich zwischen Jugendhaus und Ernst-Boden-Straße, danach von Ernst-Boden-Straße bis Mühlendamm. Das wird etwa zwei Wochen dauern – Brunßen rechnet mit ein bis zwei fertigen Hausanschlüssen pro Tag.

Die Straße wird nur in einem Fall aufgerissen – ansonsten arbeitet die Firma Copa aus Brunsbek mit dem sogenannten Inliner-Verfahren in geschlossener Bauweise. Das ist günstiger und einfacher, als die ganze Straße bis in dreieinhalb Meter Tiefe zu öffnen.

Das Inliner-Verfahren geht so: Zunächst wird der Kanal gereinigt, dann führen die Bauarbeiter einen glasfaserverstärkten und in Kunstharz getränkten Kunststoffschlauch über die Schächte in den Kanal ein. Der entfaltet sich dort, härtet aus und dichtet den Kanal komplett ab. Es entsteht ein Rohr im Rohr.

Danach wird ein kleiner Roboter per Fernsteuerung durch den Kanal gesteuert, der die Anschlussstellen des Rohrs auffräst und so die Verbindung zu den Hausanschlüssen öffnet.

Für die Arbeiten an den Hausanschlüssen ist keine Vollsperrung nötig, für die die am Hauptkanal vermutlich schon. Denn die Schächte zum Hauptkanal liegen mitten auf der Straße. Brunßen: „Das werden wir rechtzeitig kommunizieren.“

Die Maßnahmen sollen in den Sommerferien abgeschlossen werden. Dann ruht nämlich der Schulbusverkehr, und das Hallenbad mit seinen Unmengen an Wasserverbrauch ist zu. „Fünf Wochen Zeit – ich denke, das werden wir schaffen“, sagt Brunßen.

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