Stadt & Kultur präsentiert Nick-Hornby-Satire „NippleJesus“ im Vorwerk

Der Heiland aus dem Porno

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Andreas Hammer spielt den Museumswärter Dave in Nick Hornbys „NippleJesus“.

Syke - Von Michael Walter. Eine Jesus-Collage entfacht eine kontroverse Diskussion über Sinn und Unsinn der Kunst. Denn sie besteht aus weiblichen Brustwarzen, die aus Pornoheften ausgeschnitten wurden. Und obwohl Museumswärter Dave von Kunst gar keine Ahnung hat, muss er plötzlich in einer Debatte über die Grenzen der Kunst Position beziehen.

Das ist die Handlung des Schauspiels „NippleJesus“ aus der Feder des britischen Autors Nick Hornby, das das Stadttheater Bremerhaven bei einem Gastspiel Mitte Juni dreimal im Vorwerk aufführt.

Vorwerk-Kuratorin Nicole Giese und Kathrin Wilken von Stadt & Kultur hatten sich königlich amüsiert, als sie sich im vergangenen Sommer gemeinsam diese Satire in Bremerhaven angesehen haben. Schnell waren sie sich einig: Dieses Ein-Personen-Stück wollten sie nach Syke holen.

Das Problem dabei: „Das ist ein Stück, das nicht in einem Theater aufgeführt wird. Man braucht halt immer ein Kunstmuseum dazu“, erklärt Nicole Giese. Das ist mit dem Vorwerk zwar vorhanden. Aber sowohl die räumlichen als auch die technischen Möglichkeiten sind begrenzt.

„Im April sind Dramaturg Lennart Naujoks und Schauspieler Andreas Hammer auf einen Freitag Nachmittag hier gewesen und haben sich alles angesehen“, sagt Kathrin Wilken. Resultat: Es funktioniert. Aber nur mit maximal 30 Zuschauern, denn es gibt in dieser Inszenierung keine Trennung zwischen Bühnen- und Zuschauerraum. Um dieses Manko etwas auszugleichen, gibt es gleich drei Aufführungen: Am Dienstag, Donnerstag und Freitag, 16., 18. und 19. Juni, jeweils ab 20 Uhr.

„Die Aufführung dauert etwa 75 Minuten“, erklärt Wilken. „Eine Pause gibt es nicht, dafür am Ende ein Getränk und die Möglichkeit zum Gespräch mit Dramaturg und Darsteller.“ Karten gibt es ab sofort für 15 Euro beim Bürgerbüro im Rathaus.

„Dieses Stück hält dem ganzen Kunstzirkus so richtig schön den Spiegel vor“, findet Nicole Giese. „Angst muss dabei niemand haben, nur Lust auf Theater.“

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